Das S23+ kann nur Standard Qi. Das liefert ca. 5 Watt. Da wirst du mit Android Auto höchstens die Ladung halten, mehr aber nicht. Mit einem Samsung Wireless Charger kann es 15 Watt, aber nur mit dem. Am SL7 also nicht. Der SL2 kann auch kein Qi2, sondern nutzt einen eigenen China Standard (Private Protocol). Also mehr als 5-7 Watt wirst du aus dem Pad nie rausquetschen mit einem normalen Smartphone (iPhone, Samsung...)
Wäre schön wenn es da mal was zum Nachrüsten gibt - vielleicht ein Zubehör Charger, der genau über den aktuellen Charger passt - oder sogar etwas zum austauschen... Technisch wäre das eigentlich absolut kein Problem. Mit viel Glück gibt es bei einem neuen BYD ein solches Modul, dass man dann tauschen könnte mit dem Modul das aktuell im SL7 verbaut ist
Hier noch zur Erklärung:
Das 50W-Wireless-Charging-Pad des BYD Sealion 7 nutzt für diese enormen Ladegeschwindigkeiten kein offenes, globales Protokoll, sondern ein proprietäres, herstellereigenes "Private Protocol" (häufig als Private Fast Charging Protocol bezeichnet). [1, 2]
Technisch basiert das im Fahrzeug verbaute Modul auf einer engen Kooperation mit der chinesischen Smartphone-Lieferkette (konkret nutzt BYD Steuerungs-Chips von E-Charging / CPS und NuVolta). Um die 40W bis 50W freizuschalten, müssen das Auto und das Smartphone ein verschlüsseltes Software-Handshake durchführen. [1, 2]
Welche Hersteller-Protokolle werden unterstützt?
Da BYD ein chinesischer Autobauer ist, ist die Elektronik perfekt auf die drei grossen, proprietären Schnellladestandards aus China abgestimmt:
- Xiaomi HyperCharge (Wireless): Xiaomi-Flaggschiffe (wie das Xiaomi 13/14/15 Ultra) erkennen die BYD-Ladeschale nativ und schalten auf ihr hauseigenes Protokoll um. [1, 2]
- Huawei SuperCharge Wireless (SCP): Das Pad ist zu den 40W- und 50W-Protokollen von Huawei abwärtskompatibel. [1]
- OPPO / Vivo / OnePlus (AirVOOC / FlashCharge): Auch die BBK-Gruppe nutzt ähnliche Architekturen (Niedrigspannung, hohe Stromstärke mit "Low Inductance"), die mit dem BYD-Controller kommunizieren können. [1, 2]
Warum funktioniert das nicht mit Samsung oder Apple?
Samsung (Fast Wireless Charging) und Apple (MagSafe) nutzen eigene, westliche Verschlüsselungen. Erkennt der BYD-Ladecontroller ein solches Telefon, wird das "Private Protocol" verweigert und die Ladeschale fällt aus Sicherheitsgründen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurück: den uralten, unverschlüsselten Qi-Standard (BPP) mit mickrigen 5 Watt. [1, 2, 3]
Der Ausblick: Ein neuer globaler Standard ab 2028
Die Fragmentierung durch diese "Private Protocols" nervt die Industrie schon länger. Aus diesem Grund arbeiten Xiaomi, Apple, Huawei und Google im Wireless Power Consortium (WPC) aktuell an einem gemeinsamen Qi 50W-Standard. [1, 2]
- Die Basis: Xiaomi hat seine proprietäre Lade-Architektur (die auch BYD nutzt) als Entwurf eingereicht.
- Der Zeitplan: Dieser offene 50W-Standard wurde 2026 spezifiziert und soll ab 2028 in ersten Smartphones auf den Markt kommen. [1, 2, 3]