Poltern auf schlechter Fahrbahn?

  • Laut Auskunft meines Händlers sind die Querlenker in den Sealion`s zu schwach dimensioniert. Sollten aber beim Garantietausch schon verstärkte verbaut werden. Bei meinem mit gerade mal 350km habe ich noch keine Probleme 8) 8) 8)

    Meiner hat nun über 27'000 km drauf und keine Anzeichen von Schwächen oder Schäden am Fahrwerk, obwohl wir in Südfrankreich oft auf schlechten bis miserablen Strassen unterwegs sind. Ich wäre da vorsichtig mit dem, was "die Händler" sagen; da wird gerne viel geschwafelt, und unqualifizierter Mist verbreitet, wenn der Tag lang ist. Allzeit gute Fahrt.

  • Da ich noch immer auf der Suche nach der Ursache für den Trommelwirbel auf unebener Straße bin, hier Antworten der künstlichen Intelligenz. Und die macht bekanntlich aber Fehler. Das steht immer im Kleingedruckten. Also nur zur Info, was diese Recherche so ergeben hat:


    Anfrage: Der BYD Sealion 7 hat im Innenraum Geräusche beim langsamen Überfahren von unebenen Strassen. Es klingt wie eine große Trommel. Was ist das?

    Antwort:

    Das „große Trommel“-Geräusch beim langsamen Überfahren von Unebenheiten scheint beim BYD Sealion 7 tatsächlich mehreren Fahrern aufzufallen. Die Beschreibungen reichen von „wub wub“, „booming noise“ bis zu einem dumpfen Resonanzgeräusch aus dem Heck- oder Innenraumbereich.

    Wahrscheinlich sind es eine oder mehrere dieser Ursachen:

    • Resonanz des Kofferraumbodens / Unterbodens

      Das ist derzeit die plausibelste Erklärung. Einige Besitzer berichten, dass der Kofferraumboden wie eine „Trommel“ wirkt und Fahrwerks- bzw. Reifenstöße akustisch verstärkt. Einer hat die Geräusche mit zusätzlicher Dämmmatte („mass loaded vinyl“) deutlich reduziert.
    • Sehr steife Karosserie + leiser EV-Antrieb

      Elektroautos haben kaum Motorgeräusche. Dadurch hört man tieffrequente Abroll- und Fahrwerksresonanzen viel stärker als bei Verbrennern. Beim Sealion 7 scheint die Akustik im Heckbereich empfindlich auf kurze Unebenheiten zu reagieren.
    • Reifendruck zu hoch

      Mehrere Fahrer erwähnen 3,0 bar oder generell harte Abrollgeräusche/Vibrationen. Zu hoher Druck macht das Fahrzeug auf schlechten Straßen „hohl“ klingend.

      Viele Händler liefern EVs absichtlich mit zu hohem Druck aus.
    • Lose Innenraumteile / HUD-Abdeckung / Verkleidung

      Es gibt auch Berichte über vibrierende Kunststoffteile im Armaturenbrett oder Heckbereich. Besonders die HUD-Abdeckung wurde mehrfach genannt.

    Was du selbst testen kannst:

    1. Reifendruck prüfen

      Falls du nahe 3,0 bar bist: testweise auf etwa 2,6–2,7 bar kalt reduzieren (je nach Beladung und BYD-Vorgabe).
    2. Kofferraum leer fahren

      Doppelboden, Ladekabel, Werkzeugbox, Hutablage usw. herausnehmen und testen.
    3. Während der Fahrt leicht auf den Kofferraumboden drücken

      Oder eine schwere Decke/Gummimatte hineinlegen. Wird das Geräusch dumpfer oder leiser, ist es ziemlich sicher Resonanz.
    4. Kurzer Test mit umgelegter Rückbank

      Ändert sich der Klang deutlich, kommt die Resonanz aus dem Heckvolumen.
    5. Werkstatt: Dämmung / Befestigungen prüfen lassen

      Vor allem:
      • Kofferraumboden
      • Heckklappenverkleidung
      • Unterbodenabdeckungen
      • Stoßdämpferlager
      • lose Kabel oder Clips

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    Folgefrage: Sag mir, wie man das Geräusch eindeutig von Fahrwerksschäden unterscheidet



    Antwort:
    Beim BYD Sealion 7 kann man das „Trommel“-Geräusch recht gut von echten Fahrwerksschäden unterscheiden, wenn man auf Klang, Geschwindigkeit, Auslöser und Verhalten achtet.

    Typische Resonanz-/Karosseriegeräusche („Trommel“)

    Das ist meist kein Defekt, sondern eine akustische Resonanz von:

    • Kofferraumboden
    • Unterboden
    • Hohlräumen im Heck
    • Verkleidungen
    • Reifen-/Fahrwerksanregung

    Klingt typischerweise so:

    • dumpf
    • hohl
    • „wumm“, „booom“, „dröhnen“
    • wie auf eine große Kunststoff- oder Blechfläche schlagen
    • eher tiefrequent als metallisch

    Tritt typischerweise auf:

    • bei langsamer Fahrt
    • auf kurzen Bodenwellen
    • Kanaldeckeln
    • rauem Asphalt
    • Kopfsteinpflaster
    • Einfahrten / Garagenrampen

    Verhalten:

    • kein Ziehen im Lenkrad
    • kein Poltern im Lenkrad
    • kein Instabilitätsgefühl
    • Auto fährt sauber geradeaus
    • Geräusch ändert sich stark je nach Beladung oder Reifendruck

    Sehr typischer Hinweis:

    Wenn eine schwere Tasche, Gummimatte oder Dämmung im Kofferraum das Geräusch reduziert → fast sicher Resonanz statt Fahrwerksschaden.

    So klingt eher ein echter Fahrwerksschaden

    1. Defekte Koppelstangen / Stabilisator

    Geräusch:

    • „klack klack“
    • hartes Poltern
    • metallisch
    • schnell hintereinander

    Besonders:

    • kleine Schlaglöcher
    • langsame Fahrt
    • einseitige Unebenheiten

    Typisch:

    • eher vorne hörbar
    • nicht hohl/dröhnend

    2. Domlager / Stoßdämpferlager

    Geräusch:

    • dumpfes „tok“
    • manchmal Knarzen
    • beim Einlenken + Unebenheiten

    Symptome:

    • Lenkgefühl verändert
    • manchmal Vibrationen im Lenkrad

    3. Stoßdämpfer selbst defekt

    Symptome wichtiger als Geräusch:

    • Auto schwingt nach
    • wirkt „schwammig“
    • hüpft nach Bodenwellen
    • schlechter Geradeauslauf

    Geräusch:

    • dumpfes Schlagen
    • aber nicht dieser „Subwoofer-/Trommel“-Effekt

    4. Lose Unterbodenverkleidung

    Das wird oft verwechselt.

    Geräusch:

    • flatternd
    • vibrierend
    • manchmal wie Plastikfass
    • stärker bei bestimmter Geschwindigkeit oder Wind

    Test:

    • auf Autobahn stärker?
    • bei Regen/Wind anders?
      Dann eher Unterbodenpanel.

    Die wichtigsten Unterscheidungstests

    Test 1 — Beladungstest

    Lege:

    • 20–30 kg in den Kofferraum
    • oder dicke Decken/Gummimatten

    Ergebnis:

    • Geräusch deutlich anders → Resonanz
    • unverändert → eher Fahrwerk

    Test 2 — Temperaturtest

    Fahre:

    • morgens kalt
    • später warm

    Fahrwerksschäden:

    werden oft bei Kälte schlimmer.

    Resonanz:

    bleibt relativ ähnlich.

    Test 3 — Einseitige Bodenwelle

    Fahre langsam mit nur einer Fahrzeugseite über eine kleine Unebenheit.

    Wenn:

    • metallisches Klacken → Fahrwerk
    • großflächiges Dröhnen → Karosserie/Innenraumresonanz

    Test 4 — Rückbank umklappen

    Wenn das Geräusch sich stark verändert:

    → Resonanz im Heckvolumen.

    Ein echter Fahrwerksschaden klingt fast gleich.

    Wann du wirklich zur Werkstatt solltest

    Nicht wegen des Trommeltons allein — sondern wenn zusätzlich:

    • Lenkradvibrationen auftreten
    • das Auto schwimmt
    • ungleichmäßiger Reifenverschleiß sichtbar ist
    • metallisches Klacken hörbar ist
    • das Geräusch plötzlich schlimmer wurde
    • Ölspuren am Stoßdämpfer sichtbar sind
    • das Fahrzeug bei Bodenwellen nachschwingt

    Was beim Sealion 7 wahrscheinlich ist

    Beim Sealion 7 berichten viele Fahrer eher über:

    • tieffrequente Resonanzen,
    • harte Reifen-/Fahrwerksakustik,
    • wenig Dämmung im Heckbereich,
    • und hohe Werks-Reifendrücke.

    Ein echter struktureller Fahrwerksschaden scheint bislang nicht als typisches Serienproblem bekannt zu sein.


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    Folgefrage: Sag mir, welche Stellen BYD-Werkstätten bereits erfolgreich gedämmt haben


    1. Kofferraumboden / Doppelboden

    Das ist die am häufigsten genannte Stelle.

    Mehrere Fahrer beschreiben, dass der Boden wie eine Resonanzplatte wirkt. Ein Besitzer hat durch zusätzliche schwere Dämmfolie („mass loaded vinyl“) unter dem Kofferraumboden die Geräusche deutlich reduziert.

    Was gemacht wird:

    • schwere Bitumen- oder MLV-Matten unter den Ladeboden
    • Schaumstoff zwischen Boden und Karosserie
    • Filzauflagen an Auflagepunkten
    • Fixierung loser Kunststoffteile

    Wirkung:

    • dumpferer Klang
    • weniger „wub wub“
    • weniger Nachdröhnen bei kurzen Schlägen

    2. Heckklappenverkleidung

    Bei einigen EVs — offenbar auch beim Sealion 7 — schwingt die große Heckklappe mit.

    Werkstattmaßnahmen:

    • Dämmmatten hinter der Innenverkleidung
    • zusätzliche Clips/Filz
    • Nachziehen der Schlossaufnahme
    • Entkopplung der Kunststoffverkleidung

    Typisches Symptom:

    Das Geräusch wirkt, als käme es „von hinten oben“.

    3. Reserveradmulde / Unterflurfach

    Das große Hohlvolumen unter dem Kofferraumboden kann wie ein Lautsprechergehäuse wirken.

    Erfolgreiche Maßnahmen:

    • Schaumstoffeinlagen
    • Werkzeug/Ladekabel fixieren
    • Dämmmatten in die Mulde
    • harte Kunststoffschalen entkoppeln

    Gerade lose Ladekabel erzeugen oft genau dieses dumpfe Resonanzgefühl.

    4. Unterbodenabdeckungen

    Einige Werkstätten prüfen die großen Kunststoff-Unterbodenpaneele.

    Warum:

    EVs haben große glatte Unterbodenflächen, die bei bestimmten Frequenzen schwingen können.

    Was gemacht wird:

    • Clips ersetzen
    • lose Panels nachziehen
    • Filz-/Dämmstreifen zwischen Befestigungen
    • zusätzliche Befestigungspunkte

    5. Hintere Radkästen

    Das ist bei vielen Elektroautos ein Schwachpunkt wegen der starken Reifen-/Abrollgeräusche.

    Maßnahmen:

    • Radhausdämmung
    • Filzmaterial
    • zusätzliche Akustikmatten innen

    Besonders wirksam bei:

    • 20"- oder 21"-Rädern
    • hohem Reifendruck
    • grobem Asphalt

    6. Rückbank / Sitzverriegelung

    Wird oft übersehen.

    Typische Symptome:

    • dumpfes Klacken oder Resonanz
    • Geräusch verändert sich mit umgelegter Rückbank

    Werkstattlösung:

    • Verriegelungen fetten/einstellen
    • Filzband an Kontaktstellen
    • Spiel beseitigen

    Was bisher offenbar NICHT die Hauptursache ist

    Nach bisherigen Berichten eher selten verantwortlich:

    • Batteriegehäuse
    • strukturelle Karosserieschäden
    • defekte Dämpfer
    • lose Hochvoltkomponenten

    Das Geräusch scheint meist akustisch/karosserieseitig zu sein und nicht sicherheitsrelevant.

    Der effektivste Einzeltest

    Wenn du kurzfristig testen willst:

    1. Dicke Gummimatte oder 20–30 kg Gewicht in den Kofferraum
    2. Reifendruck auf realistische Werte prüfen
    3. Doppelboden komplett herausnehmen
    4. Rückbank umklappen

    Wenn das Geräusch sich stark verändert:

    → fast sicher Resonanz im Heck/Kofferraumbereich.

    Was du der Werkstatt konkret sagen solltest

    Viele Werkstätten suchen sonst sofort nach Fahrwerksschäden.

    Hilfreiche Formulierung:

    Zitat
    „Tieffrequente Resonanz bzw. Boom-Geräusch aus dem Heckbereich bei langsamer Fahrt über kurze Unebenheiten. Bitte Kofferraumboden, Heckklappe, Unterbodenpaneele und Radhausdämmung prüfen.“

    Dann landen sie meist schneller bei den richtigen Stellen.