Beiträge von Tomcat50

    Zweinullzwei hat hier m.E. durchaus einen Punkt. Ich finde Vergleichstests legitim, besonders wenn sie auf objektiver Vergleichsbasis stattfinden. Es sind die Schlussfolgerungen daraus, die oftmals problematisch, weil wenig objektiv, sind. Die Problematik darin sehe ich in der Bewertung der Resultate, die oftmals in keinem Verhältnis zu den Fakten steht, eine Bewertung vielmals von unqualifizierten Leuten, die sich eher profilieren möchten, als konkret etwas Greifbares für die Leser beizusteuern.


    Das obige Beispiel aus der Autobild verdeutlicht das ziemlich gut. Die Differenz zwischen dem Fahrzeug mit dem kürzesten Bremsweg und dem 200 kg schwereren Seelöwen ist gerade mal 4 Meter. Runde zehn Prozent mehr bei grösserem Gewicht. Daraus würde ich jetzt nicht eine grosse Geschichte machen wollen; der Unterschied macht den Bock nicht fett. (Jaja, ich höre Euch schon: Die vier Meter können den Unterschied zwischen Leben und Tod machen. Habe ich alles schon gehört!) Daraus zu schliessen, dass der Seelöwe schwach im Bremsen ist, wäre schon eine gewagte, und sehr subjektive, Aussage. Viel interessanter wäre hier zu beleuchten, dass Fahrzeuge, die deutlich leichter sind, wie der Tesla Model Y oder Model 3, sogar noch längere Bremswege als der Seelöwe haben, und warum ein VW ID3, immerhin eine halbe Tonne leichter als der Seelöwe, keinen deutlich kürzeren Bremsweg hat. Und als Fahrer eines BYD Dolphin, eine Tonne leichter als sein grösserer Cousin, würde ich mir über die Länge dessen Bremsweges deutlich grössere Sorgen machen, als wir uns mit unserem Seelöwen machen müssen.


    Der obige Test verdeutlicht einmal mehr, dass hier im Vergleich bunt gemischt wird, Seegurken mit Salatgurken verglichen werden. Würde man den Bremsweg im Verhältnis zum Fahrzeuggewicht darstellen, sähe die Rangfolge ganz anders aus. So wäre, nur um ein paar Beispiele herauszugreifen, der Seelöwe mit 15,23 Metern Bremsweg pro Tonne Gewicht (M/T) nur knapp hinter dem "Testsieger", dem GLB 250 mit 14.56 M/T. Der Zweitplatzierte VW ID3 wäre mit 17.64 M/T deutlich hinter dem Seelöwen, so wie auch der Ioniq 5 mit 16.84 M/T, oder der Citroën C3 mit sagenhaften 25.24 M/T. Alles Fahrzeuge, die in der obigen Liste VOR dem Seelöwen platziert sind. Soviel für Objektivität, Leute! Diese Beispiele verdeutlichen einmal mehr, wie problematisch, subjektiv und oftmals unverhältnismässig diverse Einschätzungen einzelner Forumteilnehmer sind.


    Zum Teil werden hier auch auch Pseudo-Tests wie in der kürzliche Vergleich in der Zeitschrift Automobil und Sport oder sowas Ähnliches vorgeführt. Voll von nicht-objektiven Vergleichskriterien, Beliebigkeit und subjektiven Einschätzungen der Verfasser. Solche Dinge hier zu publizieren machen keinen Sinn, ausser man will eine Diskussion der Diskussion willen anzetteln. Für das, liebe Kollegen, bin ich nicht in diesem Forum, und bei solchen Vorkommnissen ist energische Widerrede von mir zu erwarten. Mir deswegen eine unkritische Haltung gegenüber dem Seelöwen zu unterstellen, halte ich für vermessen. Allzeit gute Fahrt, und glaubt nur Tests, die Ihr selbst gefälscht habt!

    Wie gesagt, ich halte die Diskussion für impertinent und das Thema für absurd. Und dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ich schätze mal, dass die überwältigende Mehrheit in diesem Forum nie in die Lage kommen wird, den Seelöwen an seine Grenzen zu bringen. Die Ambitionen der Wenigsten von uns ist, auf der Autobahn zu rasen oder uns auf dem Nürburgring oder in Hockenheim zu produzieren. Insofern ist diese Diskussion hier komplett überflüssig. Wenn Du, und Deine Kollegen, solche Erkenntnisse wirklich mit Leuten teilen wolltest, die etwas damit anfangen könnten, dann solltest Du Dich im Forum der Motorsportfans äussern. Hier ist das Thema, ich wiederhole mich, impertinent. Aber, ich habe den dringenden Verdacht, das war ja nicht Deine Absicht, und auch nicht die jener Kollegen, die damit prahlen, das Fahrzeug an seine Limiten gebracht zu haben und deshalb Dinge zu erkennen, die uns Normasterblichen verborgen bleiben. Es geht vielmer um die eigene Profilierung, um Selbstdarstellung, und die finde ich, zugegebenermassen, als lästig bis ärgerlich. Und keineswegs ein Erkenntnisgewinn im Sinne dieses Forums.


    Der Seelöwe ist eine sehr solide, sehr gute Reiselimousine mit einem unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis. Ich würde ihn in Sachen Reisekomfort mit einem S-Klasse Mercedes vergleichen wollen. Möglicherweise sind seine Fahreigenschaften dem genannten Modell sogar ähnlich. Und wohl kaum jemand käme auf die absurde Idee, einen S-Klasse Mercedes durch die Optik von Sportwageneigenschaften zu beurteilen. Mein Seelöwe begleitet mich nun für 18 Monate und 37'000 km, und ich bin mehr als zufrieden mit seiner Performance. In jederlei Hinsicht. Seine Fahreigenschaften sind für das breite Spektrum von Normalfahrern mehr als solide, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Für Raser und sonstige Hasardeure ist der Seelöwe nicht geeignet.


    P.S. Ich erinnere überdies daran, dass das Tempolimit auf Bundesstrassen bundesweit 100 km/h ist, und heutzutage auf den meisten Autobahnen kaum mehr freie Bahn ist, um die Sau von der Kette zu lassen. Das schafft der Seelöwe allemal mit Bravour, und Du musst schon ein ziemlich unerfahrener oder untalentierter Fahrer sein, um ihn wirklich in Schwierigkeiten zu bringen. Ausser Du bist ein Hasardeur und / oder ein verantwortungsloser Raser. Nichts für ungut, und allzeit alle vier Räder auf dem Asphalt.


    P.S. Leute abschätzig als "Fanboys" und "Schönredner" abzutun finde ich als äusserst ätzend und anmassend.

    Du hast völlig Recht. Ich setze mich mit diesem Thema nicht auseinander, weil ich es für völlig absurd und impertinent halte, und weil ich mir nicht dieselbe Selbstüberschätzung anmasse, mich über Dinge auszlassen, für die ich überhaupt nicht qualifiziert bin. Auch wenn ich schon annähernd zwei Millionen Kilometer auf dem Zähler habe. Allzeit gutes Rasen!

    Leute, wir sollten unendlich froh und dankbar sein, in unserer Mitte einige selbsternannte Testpiloten und Fahrzeugingenieure zu haben, die mit uns ihre höchst persönlichen, subjektiven Meinungen in Form von «Expertise» teilen und uns Spiessbürger, Warmduscher und sonstigen Weicheier über das fragwürdige Fahrverhalten und die technischen Mängel unseres Seelöwen im Bereich von 180 – 220 km/h erhellen. Wenn wir diese Leute nicht hätten, wäre dieses Forum um viele Erkenntnisse ärmer, nicht nur im rein fahrzeugtechnischen Sinne. Die meisten von uns werden wohl nie am eigenen Leib erfahren, was diese mutigen Männer, ja geradezu Helden, am Rande des Machbaren erleben. Und das ist gut so. Wir fliegen ja auch nicht alle zum Mond oder zum Mars. Sonst gäbe es ja keine Helden mehr, zu denen wir bewundernd hinaufschauen könnten. Wo sich diese Leute nur die überwältigende Expertise, das allumfassende Fachwissen erworben haben? Trabant University, vielleicht?

    Dieses Auto ist in allen Belangen besser: Fahrkomfort, Laufruhe, Straßenlage, Dämmung und Materialhaptik. Bin vorher sowohl deutsche , japanische und französische Mittelklasse gefahren, aber dieses Preis-/ Leistungsverhältnis habe ich noch nie erlebt. Arme europäische Autoindustrie!


    naja,

    Straßenlage hat er leider keine ......

    Das Auto hat sehr wohl Strassenlage. Eine sehr gute sogar. Man muss nur vernünftig und den Verhältnissen angepasst fahren. Und man muss fahren können. Der Seelöwe ist nun mal ein 2.4 Tonnen SUV, und kein Lotus Elan. Jene, die das nicht begreifen wollen, werden mit dem Auto nicht glücklich werden und sollten sich in der Tat einen Lotus Elan zutun. Schickt uns dann bitte den Urlaubsfilm mit den Schwiegereltern im Fond und den Hund im Kofferraum! Viel Glück und allzeit gutes Schleudern...

    Stimmt, habe ich auch bemerkt. Eine ganze Viertelsekunde, 25 Hundertstel. Das ist eine halbe Ewigkeit für Formel-1 Fahrer. Das sind wir aber alle nicht, nicht wahr? Das Schöne am Menschen ist, dass er sich an gewisse Dinge gewöhnen, sich darauf einstellen kann. Die Meisten von uns schon. Ich habe mich daran gewöhnt, so selten ich auch derart abrupt Vollgas geben muss, oder will, dass sich das Phänomen überhaupt bemerkbar macht. Und dann gibt's natürlich auch jene, die auch die kleinsten Dinge bemäkeln und auf Perfktion bestehen. Wie hiess das noch in der Bibel, vom Splitter im Auge des Anderen, und dem Balken im eigenen? Allzeit gute Fahrt, und immer 'was zum Meckern!

    Wer solche Testberichte ernst nimmt, ist selber schuld. Dieser hier trieft vor Subjektivität und Beliebigkeit. Journalistisch höchst unprofessioneller Rotz. Aber irgendwie muss das Käseblatt ja auch Geld verdienen. Und weder Blatt noch Schreiberling haben wohl noch einen journalistischen Ruf zu verteidigen, haben ihn schon längst aufgegeben und agieren nach dem Motto "was kümmert mich der Mist, den ich gestern geschrieben habe? Haupsache, er macht Geld". Wie heisst es doch so schön: "Und ist der Ruf mal ruiniert...." Allzeit gute Fahrt, und immer bei der Wahrheit bleiben!

    schnell gefahren stimmt das, da hätte der Verbrenner sich auch das doppelte bis 3 fache gebraucht. Hatte früher einen AMG, zwischen 10 und 40 Liter/100km war alles möglich, kam auf die Fahrweise an.

    Zusätzlich gibt's noch die Physik, siehe Bild

    .... und dann kommt noch die Psychologie dazu. Prahlhälse hat es schon immer gegeben, seit der Mensch vom Baum gestiegen ist. Sie kompensieren damit meistens kleingebildete Körperteile. Der Wirkungsgrad dieser Personen ist noch schlechter als beim Verbrenner: 95% und mehr verpufft als Abwärme, auch heisse Luft genannt... Allzeit gute Fahrt, und Anstand auf der Strasse.