Beiträge von Tomcat50

    Leute, ich beobachte die Diskussion hier um den Reifendruck und die Sensoren nun schon seit einiger Zeit. Ihr verzeiht mir, aber ich bin seit Mitte der 1950er Jahre bewusst im Auto unterwegs, seit 1970 mit eigenem Führerschein. Mein erstes Auto, das mir mitgeteilt hättte, wenn etwas mit dem Reifendruck nicht stimmt, war wohl mein BMW X6 in 2008. Sein Nachfolger, ein BMW X3 2014 hätte mir einen Verlust des Reifendrucks auch elektronisch gemeldet.

    Bis zum heutigen Tag hatte ich noch nie eine Reifenpanne, habe ich noch nie in Not ein Rad oder einen Reifen gewechselt. Egal, ob das Fahrzeug mit, oder ohne, Reifensensoren ausgestattet war. Reifenpannen kommen vor, aber wenn ich ehrlich zurückschaue, wie oft habe ich ein Fahrzeug mit Reifenpanne gesehen? Ich kann mich an kein Ereignis in den vergangenen zwanzig oder so Jahren erinnern. Und Ihr? Vermutlich auch die wenigsten von Euch. Mit immer besseren Reifen, und immer besseren Strassen, hat das Risiko einer Reifenpanne bis zum Vernachlässigbaren abgenommen. Also warum dieser Fetisch mit, diese Aufregung um, den Reifendruck? Schön, dass Du dich nicht mehr niederknien musst, um jeden Reifen auf seinen Druck zu überprüfen (so alle paar Dreivierteljahre, oder nie, je nachdem, wie gewissenhaft Du bist), aber was sonst machst Du mit dieser Information auf Deinem Display?

    Es war mal so, in der Vergangenheit, dass Du es gespürt hast, wenn ein Vorderreifen etwas "platt" war, und dass Du hin und wieder visuell den Reifendruck aller Deiner Reifen kontrolliert hast. Mit etwas Erfahrung hast Du gesehen, wenn ein Reifen weniger Druck hatte, als dass er sollte. Und dann gab's ja auch noch die Sicherheitsvariante: Allle sechs Monate oder so hast Du Dich niedergekniet und den Druck jedes einzelnen Reifens von Hand gemessen. Eine beträchtliche körperliche Tortur - ich gebe es zu - für all jene, die eben heute alles automatisiert haben wollen. Rein medizinhistorisch gesehen ergibt sich jedoch keinerlei Hinweis darauf, dass sich das Niederknien zur Überprüfung des Reifendrucks jemals schädlich auf die menschliche Gesundheit ausgewirkt hat.


    Was will ich damit sagen? 1. Reifenpannen passieren heute selten, und wenn, dann brauchst Du keinen Sensor, um es zu bemerken. 2. Wenn es dann doch einmal passieren sollte, sagt Dir das der Reifensensor, wenn es schon zu spät ist.


    Ich begrüsse grundsätzlich die Anzeige des Reifendrucks als nützliche Information per se. Matchentscheidend ist sie jedoch aus meiner Sicht keineswegs, oder zumindest in den allermeisten Fällen nicht. Ich habe meine Reifen am Sealion wechseln lassen, ohne dass ich mich jemals um das Thema "Sensoren" gekümmert hätte. Die Leute haben es offensichtlich auch ohne mein Kümmern hingekriegt, und wenn nicht, dann halt nicht. Ich sehe jedenfalls täglich - und dafür war die Diskussion hier tatsächlich hilfreich - den je nach Aussentemperatur minimal schwankenden Reifendruck meines Seelöwens und weiss damit, dass die Sensoren funktionieren. Heute hatte ich hinten "nur" 2.8 Bar und weiss dank der Diskussion hier, dass ich sie gelegentlich besser auf 3.0 Bar erhöhe. Matchentscheidend ist das jedoch, wie gesagt, nicht. Viel wichtiger ist, dass ich sehe, wenn der Druck in einem Reifen abfällt. Und dafür spielt es keine Rolle, welche ID der Sensor hat. Allzeit eine gute und (Reifen)pannenfreie Fahrt.

    Meiner (weis nicht wie es bei euch ist) ist ab 150km/h ein echter Stromvernichter, der Akku ist Ruck Zuck leer, da fährt ein Benziner viel effizienter ......

    Also, Leute, wenn ich der Diskussion um dieses Zitat folge, kommt bei mir grosses Stirnrunzeln und Kopfschütteln auf, einmal ganz abgesehen davon, dass sie überhaupt nicht in diesen Thread passt. Aber, mal ehrlich, was wird da geschwafelt von Längsdynamik und Querdynamik, von Rennstrecke und Leistungsvergleichen mit irgenwelchen Verbrennern, getunt oder ganz normal. Was soll das hier? Haben wir hier nicht vielleicht das Auge für das Wesentliche verloren? Wen interessiert es, ob der Sealion längsdynamisch einem anderen Fahrzeug unterlegen ist. Was bringt mir das, dies zu wissen (wenn es dann tatsächlich zutrifft), ausser dass der Verfasser mir, bzw. uns, vermitteln wollte, dass er "vom Fach" ist, und etwas von der Materie versteht. Wie hilft mir das weiter? Ich befürchte, nicht viel.


    Ich bin mir, ganz generell, der sich ständig wiederholenden Diskussionen um Leistungsvergleiche, Verbrauchsvergleiche und Ähnlichem, meist auf dem Prinzip Äpfel/Ananas, langsam überdrüssig. Sie bringen uns wirklich keine neuen und brauchbaren Erkenntnisse. Der Fall ist klar: Das EV gewinnt sowohl nach oekologischen wie auch oekonomischen Kriterien. Und zwar deutlich. Wer das heute noch bestreitet, heisst Markus Söder, arbeitet für die Verbrenner-Lobby oder ist ein hoffnungsloser Träumer von der goldenen alten Zeit. Also, Leute, lassen wir das doch, bitte!


    Und, bitte, lasst doch gleich auch noch die Vergleiche auf der Rennstrecke, egal ob real oder nur in Eurem Kopf. Der Sealion wurde, auch wenn er 530 PS hat, oder Gallöpperchen, wie gewisse Kollegen sie salopp und lässig nennen, nicht für die Rennstrecke gebaut, und auch nicht für die Afrika-Rallye. Er ist ein sehr gut gelungenes, aber stinknormales Familienauto mit ausserordentlicher Kraft. Nicht mehr, und nicht weniger. Also, bitte, publiziert solche absurden Vergleiche doch in dem Forum "Wie geil ist den das" (www.wiegeil....) oder "Wer hat den grösseren "Schw!nzersatz) (www.werhatden... Ihrwisstjaschon). Da sind diese Beiträge sicher willkommen und bringen viel Anerkennung. Ich vermute mal, die Meisten von uns hier in diesem Forum können sehr gut ohne diese Vergleiche leben und schätzen umso mehr praktische Informationen, wie man mit dem Sealion umgehen soll. Nur meine persönliche Meinung. Allzeit gute Fahrt!


    P.S. Ich habe nebenbei ein Humvee. Die lockeren Typen unter Euch kennen es als "Hummer". Das Ding verbraucht 40 Liter. Auf 10 Km. Querdynamisch ist er, nun ja, ich ziere mich, es auszudrücken, echt Schweisse, und längsdynamisch findet er gar nicht statt. Auf der Rennstrecke habe ich ihn noch nicht ausgetestet, wie auch keines meiner anderen Fahrzeuge, die ich je besessen habe. Ich hoffe, das hilft Euch mit dem Seelöwen weiter. Allzeit gute Fahrt.

    Du Tomcat höre bitte auf was gegen den Klimawandel zu tun, es sollte Sommer sein aktuell ist Herbst.

    Eben! Wenn's bei Dir schon Herbst ist, wenn's eigentlich Deiner Meinung nach Sommer sein sollte, und das, wenn's bei uns Frühling ist, dann solltest Du Dich fragen, was hier abgeht. Ein kleiner Hinweis: Der Begriff fängt mit "K" an und hört mit limawandel auf. Allzeit gute Fahrt, und nicht zuviel nasses Laub unter den Füssen.

    Rentiert es sich trotzdem obwohl ständiges DC-Laden im Durchschnitt fast doppelt so teurer kommt als das Laden an der eigenen Wallbox, zusätzlich können ja beim öffentlichen AC/DC Laden zum kWh Preis noch Blockiergebühren hinzukommen wenn man gewisse Zeiteinheiten überschreitet.

    Es rentiert sich auf jeden Fall. Wirklich jeden, auch wenn Du ausschliesslich an DC-Ladern laden würdest. Du könntest bestimmt bei einem Anbieter in Deiner Region ein Abo abschliessen, mit dem Du einen vernünftigen Tarif bekommst. Aber auch wenn Du immer "volle Fracht" bezahlen müsstest, rentiert es sich. Ich habe noch keinen getroffen, der mir eine anderslautende Rechnung zeigen könnte und würde. Bei mir ist die Ersparnis ca 1/3 auf Langstrecke, mit einer Komponente "Fremdladung", und 50-60% bei Laden an der hauseigenen Wallbox (Schweiz und Frankreich). Mit PV wird's noch deutlicher. Bei den heutigen Spritpreisen erst recht. Also die Oekonomie sollte Dich nicht vom Kauf eines EV abhalten, ganz im Gegenteil! Auf die Gefahr hin, dass ich als grüner Ideologe beschimpft werde: der oekologische Gedanke sollte nicht vergessen werden. Wir tun etwas gegen den Klimawandel, und das ist doch gut so!

    A propos Mietwohnung und keine Wallbox: Wenn Du eine Wohnung mit (Tief)Garage hast, dann sprich doch mit Deinem Vermieter über die Installation einer Wallbox. Der Druck auf Vermieter erhöht sich ständig, dies zu ermöglichen. Mancherorts wird das sogar von öffentlicher Hand gefördert. Du müsstest sehr wahrscheinlich die Wallbox selber bezahlen, aber auch das lohnt sich auf Dauer. Also sprich mit Deinem Vermieter. Sprich mit Deinen Nachbarn darüber; auch die werden über kurz oder lang über ein EV nachdenken, und wenn mehrere Mieter die Einrichtung von einer EV-Ladeinfrastruktur verlangen, erhöht das den Druck auf den Vermieter. In Amerika gibt es ein Sprichwort: "Das quietschende Rad bekommt das Fett". Also, quietsche! Allzeit gute Fahrt.

    Italien, 25 Grad, nach der Autobahn, bei 20% mit 233kW begonnen, das Ding ladet zu schnell

    Oder meine Frau ist zu langsam beim Einkaufen

    Manchmal ist halt zu langsam besser als zu schnell. Besser die Frau zu langsam; das könnte man notfalls beeinflussen, wenn man das den möchte. Lustig, niemand hat sich bis jetzt hier darüber beschwert, dass die Frau zu langsam ist.... :D :D :D Allzeit gute Fahrt und keine zu hohen Wellen.

    Hallo - ich habe bei http://www.automundo.ch für den Sealion 7 eine qualitativ hochwertige Kofferraumwanne bestellt plus grad noch einen neuen Teppich-Satz

    Hallo Medicus, der Kofferraumschutz ist sehr interessant, und ein zusätzlicher Teppichsatz wäre auch nicht schlecht. Wärst Du bitte so freundlich und würdest hier Deine Einschätzung zu Qualität und Passform beider Produkte posten? Das wäre gewiss sehr hilfreich. Danke im Voraus!

    Wir sind am Wochenende aus Südfrankreich in die Schweiz zurückgekehrt, mit zwei E-Bikes auf dem Träger (siehe Bilder in der Galerie). Nachdem Reichweiten, Ladegeschwindigkeiten und Verbrauch immer noch lebhaft diskutierte Themen sind, hier mein Reisebericht als Beitrag dazu:


    Gefahrene Strecke 713 km, davon über 90% Autobahn mit Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h. Totalverbrauch 221.6 kW. Gesamtkosten Strom 89.63 Euro. Daraus ergibt sich ein Durchschnittspreis von 41 Eurocents pro kW. Der durchschnittliche Verbrauch war 31.08 kW /100 km, und die durchschnittlichen Kosten pro 100 km bei 12.74 Euro.


    Mein Auto hat Stand heute 26170 km und einen Gesamtdurchschnittsverbrauch (AEC) von 22.7 kW /100 km.


    Ich habe insgesamt drei Mal geladen, zwei «grosse» Ladungen an der ligurischen Küste (71kW) und südlich von Mailand (56 kW), und eine zusätzliche «kleine» zur Sicherheit im Tessin (26 kW), damit ich bestimmt gut nach Hause komme. Ich halte nichts vom Fahren bis kurz bevor der Abschleppdienst kommt, erst recht nicht um 10 Uhr nachts mit nochmals zwei Stunden Fahrzeit. Das erste Laden war nach einem Sandwich und Pipi erledigt, das zweite nach einem Süssgetränk bei McDonald’s nebenan. Das dritte Laden war eine Pipipause lang. Nichts hat uns irgendwie aufgehalten, weder besetzte Ladestationen noch langsame Ladeleistung. Alles verlief zügig und völlig entspannt.


    Der durchschnittliche Verbrauch von 31 kW ist für mich unter diesen Umständen komplett akzeptabel, besonders wenn man berücksichtigt, dass wir hauptsächlich Autobahn gefahren sind, mit zwei schweren E-Bikes auf dem Haken. Es gibt immer wieder Leute, die diesen Verbrauch als (zu) hoch bemäkeln. Aber zu hoch im Vergleich zu was? Wenn ich meinen heutigen Verbrauch mit dem meines Vorgängerautos, einem BMW X3 3.d, vergleiche, schneidet mein Seelöwe sehr gut ab! Beim gängigen Preis von Diesel um die 1.95 Euro hätte mich der Trip mit dem BMW 139 Euro gekostet, verglichen mit 90 Euro Strom. Das ist schon schönes Geld. Das Verhältnis wird noch krasser, wenn Du lokal, an Deiner Wallbox zuhause, laden kannst. Also das Meckern über den Verbrauch könnte man sich meines Erachtens durchaus ersparen.


    Die Diskussion um die Ladegeschwindigkeiten ebenso. Beim Laden an der ligurischen Küste stand neben mir ein nigelnagelneuer Porsche Macan 4 Electric. Der kostet mindestens 30'000 bis 40'000 Euro mehr als unser Seelöwe. Als dessen Besitzer kurz Pipi ging, bin ich hinübergeträppelt und habe mir die Ladeperformance angeschaut: bei SOC 54% eine Ladegeschwindigkeit von 157 kW/h – bei einer 800-Volt Architektur, wohlgemerkt. Sicher nicht schneller als meiner! Alles ist relativ. Allzeit gute Fahrt!

    Wenn jemand Dein Auto in geparktem Zustand anrempelt, sollte die Kamera das registrieren,sofern sie mit dem Hardwire-Kit fest im Auto verdrahtet und auch im parkierten Zustand aktiv ist. Dann sollte sie, wenn ich das richtig verstehe, die vergangenen 30 Sekunden oder so speichern. Somit solltest Du also (im Idealfall) erkennen können, wer zu genau diesem Zeitpunkt in die fragliche Parklücke gefahren ist (oder daraus heraus) und somit, frei nach Sherlock Holmes, solltest Du den Täter erkennen können. Genauso erhoffe ich mir das tatsächlich und hoffe gleichzeitig, dass ich das hier an dieser Stelle nie bestätigen kann und muss.