Alles anzeigenSo klein ist der Trick dann offensichtlich doch nicht. 3000 Euro ist schon ein beträchtlicher Betrag für einige von uns. Mein Kenntnisstand ist auch, wie vorgängig geäussert, dass der Seelöwe nur Vehicle-to-Load unterstützt, was etwas Anderes ist, als bi-direktionales Laden, oder Vehicle-to-Home. Nun, ein Elektrotechniker mag in der Lage sein, seine Anlage zuhause so zu pimpen, dass der Seelöwe meint, er lädt einen Kühlschrank, während er in Tat und Wahrheit die Batterie des Hauses lädt. Der Sinn der (hier angedeuteten) Übung entgeht mir jedoch gänzlich, und rein ökonomisch betrachtet, machen mir Kosten wie Aufwand wenig Sinn. Dies zu verteidigen, könnte ich nun eine Menge schreiben. Das tue ich hier jedoch nicht. Ich erinnere stattdessen an ein paar wenige nicht unwichtige Tatsachen: 1. Die allerwenigsten von uns sind Elektriker, und ohne fremde Hilfe würde das Abenteuer wahrscheinlich noch viel teurer als "nur" 3000 Euro. 2. Die allerwenigsten von uns haben Batterien zuhause, die sich für so einen Set-Up eignen würden. 3. Hättest Du tatsächlich die Batterien, würdest Du steinalt werden müssen, oder schon tot sein, bevor sich die Investition rechnet. Der Seelöwe hat nur 90 kWh Kapazität, und selbst bei 40 Cent würde die eingesparte Differenz zum öffentlichen Tarif nur Cents bedeuten. Das könnte dauern! Da hätte ich schon bessere Ideen, das Geld gewinnbringend zu investieren.
Wenn es denn wirklich um Gewinnmaximierung ginge, was ich hier nicht glaube. Es ist eine Spielerei für Liebhaber. Die Idee von Vehicle-to-home ist verlockend, das Potenzial für netz-optimierte Energie vermutlich riesig. Bevor jedoch dieses brilliante Konzept Wirklichkeit wird, wenn überhaupt je, wird noch viel Wasser den Rhein, die Rhone und die Donau hinunterfliessen. Werden noch viele Politiker mit viel heisser Luft zur Erwärmung des Planeten beitragen, und noch viele Umweltbewusste, zu denen ich mich auch zähle, erkennen müssen, dass das übergeordnete Ziel, den Planeten vor Überhitzung zu bewahren, lokale Zugeständnisse abverlangt.
Vehicle-to-home macht heute Sinn für Leute, die ein Häuschen im hohen Norden von Skandinavien und Kanadas, oder in der kasachischen Wüste haben. Dazu gehören wir nicht. Für den Rest von uns wird es dauern, bis Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihre historisch trägen Hinterteile dahin bewegen, das dies Realiät wird.
Never stop dreaming. Und allzeit gute Fahrt.
Eine zusätzliche Batterie, also einen stationären Speicher, benötige ich bei der von "schoenbergergeorg" erwähnten Vorgang bzw. "Trick" nicht.
Aber ja, es handelt sich für manche Leute dabei um Spielerei. Spielerei für Erwachsene ![]()