Keyless-System Sealion 7 beim ADAC-Diebstahltest weitestgehend durchgefallen.

  • Hallo Gemeinde,


    selten schockt mich wirklich etwas im Zusammenhang mit meinem Auto.

    Dieser ADAC-Test hätte das Zeug dazu.


    Denke viele funktionale Updates, die BYD macht, haben ihre Berechtigung und sind wichtig. Das Keyless-System sicher zu machen, sollte aus meiner Sicht das Wichtigste sein, bevor die Bude geklaut wird.

    In der downloadbaren Testliste schreibt der ADAC das der Sealion-Schlüssel nur bedingt sicher ist. Wenn er eine Weile nach Nutzung still liegenbleibt, ist das so. Vorher aber nicht!!!

    Wenn er noch, z.B. in der Hosentasche in Bewegung ist, oder gerade erst an das Schlüsselbrett hinter der Haustür gehängt wurde, kann er mittels Peilantenne gehackt und die Funktionen abgegriffen werden.


    Der ADAC schreibt: illegale Öffnung: ja, Illegaler Motorstart: ja


    Es gibt Hersteller die sicher sind. Warum nicht auch der Sealion?

    Ich habe jetzt eine Blechschachtel für den Zweitschlüsse. Das wird mich nicht schützen.


    In diesem Sinne hoffen wir mal auf Verbesserung und lasst euch die Karre nicht klauen.

    Allzeit gute Fahrt und immer eine Hand breit Luft ums Auto.

  • S'mir sowas von egal. Die Wahrscheinlichkeit, dass die vom ADAC beschriebenen Schreckensszenarien eintreffen, ist verschwindend klein. Und wenn das Auto geklaut wird, dann zahlt die Versicherung. Ich bin kein Versicherungsfachmann oder Kriminalstatistiker, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es allzuviele Autodiebstähle mit der beschriebenen Masche gibt. Da müssen schon einige Dinge gut zusammenpassen. Ausserdem hat der Seelöwe, und haben mittlerweile immer mehr andere Fahrzeuge, sowohl eine eingebaute SIM-Karte wie auch ein GPS-Modul, was das Auffinden des Fahrzeugs deutlich vereinfacht. Schwierig wird's dann, wenn der Wagen auf einem Hinterhof im Balkan steht....

  • Mit dem digitalen Schlüssel oder der Keycard haben wir doch die Möglichkeit, unseren SL7 gegen das unbemerkte Auslesen des Keyless-Funkschlüssels zu schützen. Ich habe jedenfalls seit langem nur noch das Handy dabei und ent-/verriegele das Auto über den NFC-Sensor im linken Außenspiegel.


    Wem das als Schutz noch nicht reicht, kann ja zusätzlich die Pin-Eingabe am Monitor aktivieren. Weil das dann allerdings für jede Fahrt gilt, ist die Pin-Eingabe natürlich ziemlich lästig.


    In früheren Jahren haben sich Autodiebe für E-Autos überhaupt nicht interessiert. Mit der wachsenden Nachfrage erregen diese wohl vermehrt kriminelles Interesse. Eine auffällig hohe Diebstahlquote ist mir bisher nur vom KIA EV6 bekannt. Der soll mutmaßlich ebenfalls unter unzureichendem Schutz der Keyless-Technologie leiden. Am Jahresanfang war davon auch Tarik vom YouTube-Kanal Electrobays betroffen, dem sein Auto vor der Haustür geklaut wurde.

    SL7 Excellence AWD in Atlantis grey / schwarz mit AHK

    Baden-Württemberg / Deutschland

  • Moin Tomdad50 und Michael 70.


    herzlichen Glückwunsch zu deinem immer auf Neupreis währenden Versicherungsvertrag. Ich denke mal das es nach Jahren schon Preisunterschiede zwischen „geklautem-“ und Wiederbeschaffungspreis gibt, zu dem du ihn dann auch nicht kaufen kannst. . Besser der Dampfer bleibt vor der Tür, oder?


    Mein Chinesisches!!!!, erst wenige Jahre altes Telefon sagte mir bei der Einrichtung des NFC-Zugangs sinngemäß: Mit deiner alten Grotte wird das hier nix mehr. Ich möchte mich hiermit offiziell entschuldigen, mit dem teuren Fahrzeugkauf nicht auch ein neues Telefon gekauft zu haben. Ich werde, um Sicherheit zuhaben schleunigst ein neues Telefon kaufen. Ich bin stehts bemüht. (Stand schon in meiner Zeugnisbeurteilung)


    Aber mal ehrlich, ohne Jugs und Dallerei.

    Eine sichere Verriegelung kann doch nicht vom Telefonalter abhängig sein um die von Micael 70 beschriebenen Sicherheitssmöglichkeiten zu nutzen, oder was meint ihr? Das Grundsystem, ohne Telefon- oder Karten-Fick-Fack muss doch sicher sein. Saaaaaach ich jetzt maaaaa sooo, oder?

  • Du hast ja im Grundsatz schon recht, nur ich würde es nicht ganz so hoch hängen. Und dann steht ja immer noch die Frage im Raum, ob mir wirklich jemand mein Auto mit solch raffinierten Tricks klauen will, wenn er weiss, es ist eine SIM-Karte und GPS Modul drin verbaut. Also ich schlafe jedenfalls ruhig.

  • Hallo Sorarius, als sicheres Grundsystem hast Du die Keycard, die ebenfalls über NFC funktioniert.


    Ein Wechsel auf ein aktuelles China-Handy empfiehlt sich allein schon wegen der 50W Induktivladung. Mein 4 Jahre altes Nokia-Smartphone hatte noch keine induktive Ladefunktion und NFC hätte beim BYD auch nicht funktioniert. Daher habe ich mir parallel zum Autokauf ein Xiaomi 13 besorgt. Die Kombination läuft bestens.

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  • Immer wieder, in scheinbar regelmäßigen und doch beunruhigenden Abständen, erreichen uns in den verschiedenen Medien – sei es im Fernsehen, im Radio oder über Online-Nachrichtenseiten – solche Informationen, die die allgemeine Verunsicherung schüren und die harte Realität der Kriminalität unterstreichen. Die Kernbotschaft bleibt dabei stets die gleiche und wiederholt sich wie ein unerwünschtes Echo: Es gibt grundsätzlich kein Sicherheitssystem, egal wie fortschrittlich oder ausgeklügelt es auch erscheinen mag, das eine hundertprozentige Gewissheit bieten könnte, dass ein Kraftfahrzeug nicht entwendet werden kann. Diese Tatsache, so ernüchternd sie auch ist, stellt einen fundamentalen Pfeiler im Verständnis der Fahrzeugsicherheit dar.

    Die Problematik gleicht in ihrer Grundstruktur der Funktionsweise von Schlössern aller Art, sei es ein einfaches Vorhängeschloss oder ein hochkomplexes Tresorsystem. Es ist, wie bei Schlössern üblich, nicht die absolute Unüberwindbarkeit, die im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Zeitspanne, die benötigt wird, um es zu knacken oder zu überwinden. Für versierte Diebe ist diese Zeitspanne der entscheidende Faktor. Je länger ein System der Überwindung standhält, desto unwahrscheinlicher wird ein Diebstahl, da das Risiko der Entdeckung exponentiell ansteigt. Doch die Realität zeigt, dass diese Zeitspanne oft erschreckend kurz ist, besonders wenn professionelle Täter am Werk sind.

    Wenn ein Fahrzeug von Kriminellen ins Visier genommen und als Zielobjekt auserkoren wird, ist es in den meisten Fällen bereits ein verlorener Fall. Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell oder Fabrikat, oft basierend auf Nachfrage auf dem Schwarzmarkt oder der vermeintlichen Leichte der Überwindung, ist meist schon gefallen, bevor der Diebstahl überhaupt stattfindet. Und sobald die Wahl getroffen ist, vergehen nur Minuten, manchmal sogar Sekunden, bis das Fahrzeug nicht mehr am ursprünglichen Standort steht, sondern bereits auf einem Lastwagen verladen oder auf andere Weise abtransportiert wird. Dieser schnelle Abtransport ist ein klares Indiz für die Professionalität und die logistische Planung der Täter.

    Die Diebe, die sich auf den Fahrzeugdiebstahl spezialisiert haben, sind nicht etwa Laien, die sich spontan zu einer Tat entschließen. Ganz im Gegenteil: Sie sind bestens gerüstet und verfügen über ein beeindruckendes Arsenal an Werkzeugen, Technologien und Know-how. Dazu gehören nicht nur altbewährte Methoden wie der Einsatz von Dietrichsätzen, sondern auch hochmoderne Techniken wie Funkblocker, die das Funksignal von Autoschlüsseln abfangen oder stören, sowie Keyless-Go-Relay-Angriffe, bei denen das Signal des Schlüssels künstlich verlängert wird, um das Fahrzeug zu öffnen und zu starten, ohne den eigentlichen Schlüssel in der Nähe zu haben. Auch spezielle Software zum Umgehen der Wegfahrsperre oder zum Erstellen neuer Fahrzeugschlüssel mittels Diagnoseschnittstelle gehört oft zur Ausrüstung. Angesichts dieser umfassenden und ständig weiterentwickelten Ausrüstung und der raffinierten Vorgehensweisen, die von organisierten Banden angewandt werden, bleibt dem rechtmäßigen Besitzer in der Regel nichts anderes übrig, als die bitterböse Erkenntnis hinzunehmen: Da kann der Besitzer nichts mehr dagegen unternehmen, sobald die Profis einmal zugeschlagen haben.

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