Wenn man den Verbrauch als Kriterium nimmt, so kommt man in D an einer Wahrheit nicht vorbei: das Laden an öffentlichen Ladesäulen ist mindestens doppelt so teuer wie daheim, wenn nicht sogar noch teurer (Autobahn) und damit ist es für einen Käuferkreis der nur auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, keine gute Alternative.
Da muss ich energisch widersprechen! Ich weiss nicht, auf welchen Zahlen Deine Behauptungen fussen, aber bestimmt nicht auf meinen! Wenn ich einen durchschnittlichen Verbrauch von 21 kw/h pro 100 km annehme und das mit einem Preis von Ionity zu 47 cent /kWh rechne, komme ich auf knapp 10 Euro /100 km. Mein vergleichbarer Verbrenner vorher schluckte 10 Liter Diesel /100 km. Schau mal, wo die Dieselpreise heute sind! Über 2 Euro pro Liter.
Die Rechnung ist doch eine ganz einfache: Der Betrieb des Seelöwen kostet ein Drittel bis die Hälfte weniger, als der vergleichbare Verbrenner. Ausschliesslich am Schelllader geladen. Tust Du noch Strom von zuhause, oder gar PV Strom, in den Mix, wird das Bild noch krasser! Selbst wenn Du den Preis pro kW/h etwas erhöhen würdest, kommst Du nie und nimmer auf Zahlen die Deine Behauptung auch nur annähernd stützen würden. Um Deine These zu stützen, müssten die Preise bei mindestens 95 Cent, wenn nicht über einem Euro pro kWh liegen. Und das bezahlt heute wirklich keiner, der nicht gerade unter einem Stein hervorgekrochen ist.
Man kann heute zu vernünftigen Preisen wohl fast überall in Deutschland, ja in ganz Europa, laden. Ionity, weit verbreitet, ist bei weitem kein Billiganbieter, sondern eher durchschnittlich. Andere weit verbreitete Anbieter haben ähnliche Preise. Ich sehe also keinen Anlass, irgendwie deutlich mehr zu bezahlen, es sei denn, ich wäre in einer Notsituation, und solche sind per Definition selten.
Wir tun uns, und allen Neulingen und Ratsuchenden hier, einen Bärendienst, wenn wir derartige unfundierte Behauptungen raushauen, die sowas von krass daneben liegen. Das sollte eigentlich Anstand und Sorgfaltspflicht verbieten. Wir tun uns damit gar keinen Gefallen und schaden der Bewegung Richtung klimafreundliche Mobilität. Man könnte fast glauben, sowas stamme aus der Feder eines Verbrenner-Lobbyisten.
P.S. Der Schreiber hat wohl zufällig vergessen, den Verbrauch seines Audi Q5 Sport Diesel mit dem Verbrauch des Seelöwen zu vergleichen. Der wird wohl kaum anders sein, als jener meines BMW X3 3.0d. Womit wir wieder bei der obigen Rechnung wären. Allzeit gute Fahrt, und lasst Euch keinen Bären aufbinden! Wer rechnen kann, fährt EV.