Alles anzeigenAlso die Rechnung sieht bei mir dann doch etwas anders aus.
Ebenfalls in Oberösterreich zuhause, ebenfalls extrem genervt von dem Rekord Dauernebel, den wir in der Form überhaupt noch nie hatten.
Meine - zugegeben sehr vereinfachte - Rechnung:
Laden zuhause, aktueller Strompreis (incl. Steuern und Netztgebühr) ca. 25c/kWh.
Wenn ich diesen Verbrauch von 29,1 kwh/100 km nehme (scheint mir etwas hoch, aber nicht unrealistisch. Ich pendle eher bei 25-28), so ergibt sich:
29,1* 0,25 = 7,275 €/ 100km
Im Vergleich dazu ein Diesel, nehmen wir einen im Winter realistischen Verbrauch von 6,5 l, aktuell bei uns an der Zapfsäule knapp 1,5 €.
6,5 * 1,5 = 9,75 €/100km
Ergibt eine Ersparnis von ca. 25%
Aber ja, ich bin ebenfalls ein wenig ernüchtert, vor allem weil der Verbrauch im Winter doch sehr hoch ist und die Erzeugung aus PV, nebelbedingt, gegen 0 geht.
Ich habe meinen Leo ja erst im Herbst bekommen.
Das Bild wird sich, wie ich hoffe ab Frühjahr aber deutlich aufhellen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Da wird der Verbrauch hoffentlich eher gegen 20 kWh sein, und der Anteil an Sonnenstrom überwiegen.
Wenn man jetzt diesen Wert nimmt und den KW/h Preis von 0.50€, bin ich mit meinem Diesel günstiger unterwegs gewesen (7l).
Stromer Fahren ist realistisch gesehen bei diesem Verbrauch nicht günstiger. Natürlich abgesehen von Unterhalt und Abgaben.
Ich habe keine Ladestation Zuhause, aber die Möglichkeit gleich nebenan für 0.28sFr zu Laden. Selbst da ist es gerade noch gleich teuer wie Diesel.
Man bedenke das es Ladestationen gibt, bei denen 1.05sFr pro KW aufgerufen wird und das bei uns in der Schweiz noch ohne Verkehrsabgabesteuer.
Da habe ich einen deutlich anderen Rechner. Bei einem Verbrauch von 29 kWh /100 km @ .028 CHF komme ich mit meinem Rechner auf 8.12 CHF. In der Schweiz kostet der Diesel, so wie ich das beobachte, immer noch ungefähr zwischen 1.60 und 1.65 der Liter. Bei durchschnittlich 1.65 /L und einem Verbrauch von 7 L/100 km kommt mein Rechner auf 11.55 CHF/100 km. Das ist, Du gestattest es mir, Zweinullzwei, nicht gerade gleich teuer wie Diesel, sondern schon ein deutlicher Unterschied. Mein BMW X3 3.0d schluckte deutlich mehr, eher zwischen 9 und 10 Liter / 100 km, und so vergrössert sich die Kluft noch mehr.
Es kommt doch schon sehr drauf an, welche Kostenbasis Du zum Vergleich heranziehst, und die ist je nach Verbrennerfahrzeug und Region sehr unterschiedlich. Nur zur Illustration: In Südfrankreich lade ich mit meiner Wallbox am regulären Netz jeh nach Tarif zwischen 17 c (Nieder-) und 22 c (Hoch) pro kWh. Scheint die Sonne hier (und das tut sie sehr oft!), wird's noch deutlich billiger. Zuhause in der Schweiz sind es an der Wallbox 0.32 CHF / kWh. Das macht einen sehr erheblichen Unterschied zu den Verbrauchskosten meines Vorgängerfahrzeugs.
Deine Rechnung ist also, mit Verlaub, schon etwas verbogen. Da betrachte ich die von Connie vorgetragene schon als realistischer. Ganz generell finde ich es jedoch müssig, uns mit diesen Vergleichen aufzuhalten und eine Diskussion "Verbrenner vs. EV" zu befeuern und fortzusetzen, die es eigentlich gar nicht mehr geben sollte. Das EV ist, nach der Recherche und Einschätzung von Experten fern und nah, das ökonomischere Fahrzeug. Punkt. Und es wird künftig, mit steigenden CO2-Prämien für fossile Brennstoffe, im Vergleich noch günstiger werden. Um das darf es hier aber nicht mehr gehen. Das EV ist beim heutigen Stand der technologischen Entwicklung der individuellen (Auto)mobilität die einzige ökologisch sinnvolle Antwort auf die Klimakrise - ausser Fahrradfahren oder zu Fuss gehen. Die meisten von uns haben sich wohl für ein EV entschieden, nicht um ein paar Rappen oder Eurocent pro 100 km zu sparen, sondern weil es ökologisch gesehen sinnvoll ist. Und das ist doch ein sehr gutes Gefühl, nicht wahr? Darum rate ich, uns die gute Laune über unseren weisen Entscheid nicht durch künstliche Diskussionen und Rappenspalterei zu verderben. Frohe Festtage an alle, und einen guten Rutsch - ganz ohne ITAC!