Beiträge von Tomcat50

    Eine wenig freundliche Antwort, ziemlich beleidigend. Offensichtlich hat Tomcat50 den Post nicht richtig gelesen. Übrigens verbraucht meine Q5 7,5l auf 100km.

    Tomcat hat den Post sehr wohl sehr aufmerksam, komplett, gelesen. Er bezieht sich auf den letzten Satz, so wie er zitiert ist und der besagt, dass für gewisse Käufer EV wegen der hohen Energiepreise auswärts keine gute Alternative ist. bydrg ist herzlich eingeladen, mir ebenso energisch zu widersprechen, und ebenso auf Fakten basiert, meine Rechnung zu widerlegen und seine Rechnung, auf der seine Behauptung fusst, hier zu präsentieren. Da bin ich mal gespannt!

    Wenn man den Verbrauch als Kriterium nimmt, so kommt man in D an einer Wahrheit nicht vorbei: das Laden an öffentlichen Ladesäulen ist mindestens doppelt so teuer wie daheim, wenn nicht sogar noch teurer (Autobahn) und damit ist es für einen Käuferkreis der nur auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, keine gute Alternative.

    Da muss ich energisch widersprechen! Ich weiss nicht, auf welchen Zahlen Deine Behauptungen fussen, aber bestimmt nicht auf meinen! Wenn ich einen durchschnittlichen Verbrauch von 21 kw/h pro 100 km annehme und das mit einem Preis von Ionity zu 47 cent /kWh rechne, komme ich auf knapp 10 Euro /100 km. Mein vergleichbarer Verbrenner vorher schluckte 10 Liter Diesel /100 km. Schau mal, wo die Dieselpreise heute sind! Über 2 Euro pro Liter.


    Die Rechnung ist doch eine ganz einfache: Der Betrieb des Seelöwen kostet ein Drittel bis die Hälfte weniger, als der vergleichbare Verbrenner. Ausschliesslich am Schelllader geladen. Tust Du noch Strom von zuhause, oder gar PV Strom, in den Mix, wird das Bild noch krasser! Selbst wenn Du den Preis pro kW/h etwas erhöhen würdest, kommst Du nie und nimmer auf Zahlen die Deine Behauptung auch nur annähernd stützen würden. Um Deine These zu stützen, müssten die Preise bei mindestens 95 Cent, wenn nicht über einem Euro pro kWh liegen. Und das bezahlt heute wirklich keiner, der nicht gerade unter einem Stein hervorgekrochen ist.


    Man kann heute zu vernünftigen Preisen wohl fast überall in Deutschland, ja in ganz Europa, laden. Ionity, weit verbreitet, ist bei weitem kein Billiganbieter, sondern eher durchschnittlich. Andere weit verbreitete Anbieter haben ähnliche Preise. Ich sehe also keinen Anlass, irgendwie deutlich mehr zu bezahlen, es sei denn, ich wäre in einer Notsituation, und solche sind per Definition selten.


    Wir tun uns, und allen Neulingen und Ratsuchenden hier, einen Bärendienst, wenn wir derartige unfundierte Behauptungen raushauen, die sowas von krass daneben liegen. Das sollte eigentlich Anstand und Sorgfaltspflicht verbieten. Wir tun uns damit gar keinen Gefallen und schaden der Bewegung Richtung klimafreundliche Mobilität. Man könnte fast glauben, sowas stamme aus der Feder eines Verbrenner-Lobbyisten.


    P.S. Der Schreiber hat wohl zufällig vergessen, den Verbrauch seines Audi Q5 Sport Diesel mit dem Verbrauch des Seelöwen zu vergleichen. Der wird wohl kaum anders sein, als jener meines BMW X3 3.0d. Womit wir wieder bei der obigen Rechnung wären. Allzeit gute Fahrt, und lasst Euch keinen Bären aufbinden! Wer rechnen kann, fährt EV.

    OK, Kosmo75, ich versuche, mich kurz zu fassen:

    • Kritik ist immer willkommen, wenn relevant und massvoll. Die Ladplanung ist ein jedoch - angesichts der verfügbaren Alternativen - ein vernachlässigbarer Aspekt, der meines Erachtens weder Entrüstung noch sonstwie überhöhte Aufmerksamkeit verdient. Es gibt deutlich wichtigeres. Ausserdem ist das Thema schon x-mal totgetrampelt und ausgelutscht. Insofern ist die besagte Kritik aus meiner Sicht weder relevant noch massvoll.
    • Ladeplanung und Routenplanung sind für mich eins. Hier unterhalten wir uns über Semantik, nicht über Inhalt.
    • Ich weiss nicht, ob die Ladeplanung von BYD, die jetzt zu kommen scheint (siehe Beitrag No. 47 von Willio), schlechter wäre, als die, die ich von Ionity, z.B., kenne. Aber besser kann sie wohl kaum sein, denn Ionity hat alles drin, was man braucht. Es berücksichtig die Charakteren Deines Fahrzeugs, Wetter, Deine eigenen Parameter. Es sagt Dir wann Du wo, für wie lange, und zu was für Preisen Du laden kannst. Ich meinte, es zeigt Dir auch Fremdanbieter an, wenn keine eigene passende Ladestationen am Weg liegen, inkl. der Kosten. Bist Du mit Deiner Planung zufrieden, überträgt die App die Daten in die Navi App Deiner Wahl. Volle Transparenz. Einfacher geht’s nicht. Was will man mehr?
    • Sollte BYD jetzt tatsächlich eine vernünftige Ladeplanung bringen, so basiert die immer noch auf einem Navi, das nicht auf der Höhe der Zeit ist. Also wenn schon meckern, dann meckert doch bitte über das lahme Navi. Das wäre wohl angebracht(er). Denn was nützt Dir eine gute Planung, wenn sie nachher schlecht umgesetzt wird.
    • Eine für Dich «gute Ladeplanung» beinhaltet Ansprüche, die wohl kaum je eine Ladeplanung erfüllen kann, denn es gibt derart viele unvorhersehbare Variablen (auch Deine Fahrweise ist so eine), so dass wohl keine App das jemals verlässlich abbilden und prognostizieren kann. Wohl auch zukünftig mit KI nicht. Insofern sind Deine Ansprüche schlichtweg unrealistisch, Wunschdenken. Aber wenn Du schon so eine kennst, die diese hehren Ansprüche erfüllt, teil uns doch bitte hier mit, wer sie hat, bzw. anbietet. Wir sind gespannt, Kosmo75, und warten gebannt auf Deine Ansage!

    Es will mir scheinen, dass wir in diesem Forum an einem Punkt angekommen sind, an dem der Erkenntnisgewinn immer mehr abnimmt. Das liegt wohl in der Natur der Sache; das Auto ist nun schon 18 Monate auf dem Markt. Wir kennen dessen Eigenheiten und haben diese bereits ausgiebig beleuchtet. Wenig Neues scheint hinzuzukommen, das wirklich Aufmerksamkeit verdient. Und trotzdem kommen aber immer wieder Leute daher, die scheinbar neu in diesem Forum sind, und kalten Kaffee wieder aufwärmen, totgetrampelte und ausgelutschte Themen wieder hervorkramen. Das langweilt wohl nicht nur mich. Es wäre deshalb hilfreich, wenn Neulinge sich erst einmal in die für sie relevanten Themen einlesen, bevor sie hier vom Leder ziehen über Dinge, die schon längst abgehakt sind. Und sich auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren, wo sie tatsächlich neue und relevante Erkenntnisse einbringen können. Damit dieses Forum auch für alle anderen ein wertvoller Ort des Austausches bleibt. Allzeit gute Fahrt.

    n einem sonst so guten e-Auto ist das nicht mein einziger Kritikpunktnach einem Jahr, aber für mich der gravierenste und nervigste. Und nein, ich habe auch nach einem Jahr keinen Bock, irgendwo zu unverschähmten KWh Preisen Strom zu ziehen, wenn ich mich für einen bestimmten Ladeanbieter entschieden habe; oder selbst wenn ich mich spontan für einen anderen entscheiden würde.


    Das zweit teuerste Auto im Konzern kann diese Funktion nicht die einfach per Update hinzugefügt werden könnte. Bin mittlerweile sogar soweit die Bestellung zu stornieren. Diese Funktion muss ein E-Auto heutzutage können und nicht dass ich über Drittanbieter Apps angewiesen bin.

    Leute, Leute, wie man doch aus einer Mücke scheinbar mühelos einen Elefanten machen kann. Oder es zumindest versucht, daraus einen Elefanten zu machen. Wer sich lauthals darüber aufregt, dass der Seelöwe keine vernünftige Ladeplanung hat, und er deswegen auf Anbieter von Apps angewiesen ist, ja der eine oder andere gar deswegen das ganze Fahrzeug in Frage stellt, der löst bei mir gröberes Stirnrunzeln aus. Was, im Übrigen, die vermeintlich unverschämten Preise gewisser Anbieter damit zu tun haben, erschliesst sich mir nicht wirklich.


    Holen wir doch mal die Kirche wieder zurück ins Dorf:

    • Das Onboard Navi des Seelöwen ist für die Füchse. Es sagt Dir regelmässig, dass Du abbiegen sollst, wenn Du schon längst abgebogen bist – möglicherweise falsch. Im Management nennt man das «Führen von hinten». Ein solches Navi ist für mich nutzlos.
    • Navigations-Apps wie Waze, Apple Maps oder Google Maps, um nur die bekanntesten zu nennen, sind im Informationsgehalt viel besser als das Onboard Navi, und dirigieren Dich vorausschauend. Das wäre «Führen von vorne», und das erwarte ich von jedem Navi. Wer was anderes, weniger genaues benutzt, tut mir leid.
    • Wer Punkt 2 richtig erkannt hat, nutzt diese Apps und spiegelt sie über CarPlay oder Ähnliches auf den Anzeigen des Fahrzeugs. Das geht nahezu mühe- und problemlos. Wer also darüber meckert, dass er «gezwungen wird, Apps zu benutzen», der löst bei mir grössere Fragezeichen aus.
    • Wer sich mit der Routenplanung und Anzeige von Ladepunkten in Apps auskennt, der weiss, dass die Apps von gewissen Anbietern, wie z.B. Ionity oder EnBW, um nur zwei mir gut bekannte zu erwähnen, hervorragende Routenplaner beinhalten, die Dir Ladepunkte, firmeneigen oder fremde, verlässlich anzeigen. Ich nehme hier Ionity beispielhaft heraus: Ich kann die Route sowohl auf dem Handy wie auch zuhause auf dem PC prima planen, und sehe, wo ich zu welchen Kosten laden kann. Ist die Route einmal geplant, kann ich sie mühelos auf die Navi-App meiner Wahl übertragen lassen. Und, voilà: via Apple Carplay habe ich die Information während der Reise zur Hand, und das Navi führt mich brav zum nächsten Ladepunkt. Proaktiv, nicht reaktiv.
    • Die besagten Apps zeigen Dir, wie erwähnt, auch die Preise an, die Du an den jeweiligen Ladepunkten bezahlen musst. Lädst Du an einer Ionity Säule mit einem Ionity Abo, bezahlst Du naturgemäss weniger als wenn Du mit der Ionity App an einer fremden Säule lädst. Das sollte nicht so schwer zu begreifen sein.

    Was ergibt sich aus dieser Diskussion?

    • Selbst wenn der Seelöwe nun die von einigen von Euch so lang ersehnte und mit markanten Worten bemängelte Ladeplanung erhält, ist diese nicht besser, als diejenige von App-Anbietern. Sie baut jedoch auf einem inakzeptabel langsamen Navi auf. Und ist damit suboptimal
    • Ob SL7 Ladeplanung oder App macht keinen erkennbaren Unterschied. Ich würde mich deshalb, unter Berücksichtigung des suboptimalen Onboard Navis immer für die App entscheiden
    • App-basierte Navis sind dem bordeigenen immer noch deutlich überlegen. Deswegen, liebe Freunde der Entrüstungs-Liga, meine Empfehlung ist, dass ihr Euch darüber entrüstet, dass das Navi im SL7 eher auf Steinzeit-Niveau arbeitet und mit den «neuen» nicht mithalten kann. Wer will schon seine Ladeplanung einem Steinzeit-Navi anvertrauen?
    • Wer heutzutage überhöhte kWh-Preise bezahlt, und sich darüber aufregt, hat schlichtweg das System nicht begriffen. Und ist selbst schuld dafür. Keine Ausrede erlaubt.

    Ich habe fertig. Flasche leer. Allzeit gute Fahrt.

    Der Enyaq scheint dagegen der ausgewogenste von allen zu sein, ohne in einem Bereich wirklich herauszustechen. Sein größter Pluspunkt ist vielleicht die europäische Fahrwerksabstimmung.

    Das ist eine interessante Beobachtung. Was ist denn eine "europäische Fahrwerkabstimmung", und wie unterscheidet sich diese von den nicht-europäischen? Seit dem Jahr 2000 fahre ich ausschliesslich obere Mittelklasse deutscher Herkunft. Bis auf den Seelöwen, der mich nun schon über ein Jahr und 30'000 km begleitet. Die Fahrwerkseinstellung beim Seelöwen ist auf "Sport". Ich könnte für mein Leben nicht sagen, dass da ein Unterschied besteht in der Fahrkultur zwischen den Deutschen und unserem Seelöwen. Nun, ich gebe zu, ich fahre relativ zügig, aber ich trainiere nicht für eine Fahrt auf der Nordschleife des Nürburgrings, wo die Fahrwerksabstimmung darüber entscheidet, ob Du im nächsten Youtube-Film über "Fails auf der Nordschleife" dabei bist, oder nicht. Allerdings bezweifle ich, dass die Abstimmung des Skoda Enyaq dort besser abschneiden würde, als die des Seelöwen. Alles graue Theorie, natürlich! Allzeit gute Fahrt.

    Ich verstehe eh diese Fixation auf die Effizienz nicht mehr. Sie hat für mich fast etwas autistisches. Für mich zählt die Ersparnis in Treibstoffkosten im Vergleich zum Verbrenner, und da sind wohl die meisten heutigen EV ihren Verbrenner-Pendants MASSIV überlegen. Wirklich massiv! Ganz abgesehen vom positiven Effekt für das Klima. Dann müssen wir uns wohl nicht über ein paar miese kW/h rauf oder runter unterhalten. Mir scheint, dass wir hier diese Diskussion um der Diskussion willen führen, nicht wirklich für den Gewinn neuer, wichtiger Erkenntnisse. Allzeit gute Fahrt.