Beiträge von Tomcat50

    Freunde, ich komme gerade vom Händler. Ich habe ihm gestern meinen Seelöwen gebracht, weil er seit August dieselbe "Krankheit" hat, wie einige von Euch mit Eurem Fahrzeug auch hatten. SOS-Taste blinkt, kein Empfang im Auto, Kommunikation Auto mit App abgebrochen, Navi auf letzter Suche eingefroren. Einige von Euch hatten berichtet, dass Euer Händler die Telemetrie-Box ausgewechselt hat. Nun, die Diagnose bei meinem Händler hat ergeben, das das Fahrzeug an fünf Stellen Probleme in der Software hat, und dass die Diagnose der Telemetrie-Box dort keine Probleme festgestellt hat (!). Die Telemetrie-Box muss also deshalb nicht ausgetauscht werden. Das scheint eigentlich meiner damaligen These Glaubwürdigkeit zu verleihen, dass dieses fast gleichzeitig aufgetauchte, identische Problem bei einigen unserer Fahrzeuge kein Hardware- sondern ein Softwareproblem war und ist. Das widerspricht jetzt den Aussagen einiger Eurer Händler, aber wer jetzt wem die volle Wahrheit gesagt hat ist eigentlich nebensächlich.

    Sei dem, wie es wolle, mein Händler hat keine Antwort auf das Problem und hat das an die BYD-Deutschland-Zentrale in Stuttgart weitergeleitet, wo laut meinem Serviceberater anscheinend gerade mal zwei Ingenieure für die technischen Probleme aller BYD Fahrzeuge in Deutschland zuständig sind. Es kann also einige Zeit, ja mehrere Tage, dauern, bis BYD dem Händler mitteilt, wie man das Problem behebt. Prost Neujahr, kann ich da nur sagen! Ich hatte für einen Tag ein Ersatzfahrzeug, das ich allerdings selbst bezahlen musste, da mein Seelöwe ja noch fahrbar ist. Das ist nicht schön, Leute, und eigentlich empfinde ich das auch nicht als fair. Aber, siswisis! Ich bin also heute wieder die 140 Km hingepilgert und habe mein Auto unverrichteter Dinge wieder abgeholt in der Erwartung, dass ich irgendwann mal aufgeboten werde, das Auto zur Reparatur zurück in die Werkstatt zu bringen.

    Ich habe wegen den oben erwähnten Problemen natürlich noch keine Updates erhalten und die Thematik mit dem Serviceberater besprochen. Er meinte dazu, dass einige Fahrzeuge noch keine Updates erhalten hatten, weil sie, die Fahrzeuge, schlichtweg nicht als "verkauft" gemeldet waren (wtf?!). Er hätte das bei meinem Fahrzeug noch nachgeholt, was bedeutet, dass offensichtlich mein Seelöwe nach sechs Monaten noch gar nicht als verkauft gemeldet war. Freunde, das erscheint mir als Chaos Pur. Bordell. Casino, nennt es, wie Ihr wollt. Es könnte also durchaus sein, dass das Auto des einen oder anderen unter Euch, der noch keine OTA-Updates bekommen hat, noch gar nicht bei BYD registriert ist. In diesem Fall könnte es sich lohnen, mal beim Händler nachzufragen, ob er den Verkauf der BYD-Zentrale gemeldet hat oder nicht.

    Allzeit gute Fahrt!

    Hallo PhtEven!

    Natürlich ist es wünschenswert, dass die Ladewerte erreicht werden können, das steht ausser Frage. Aber wenn sie nicht erreicht werden, liegt das am Fahrzeug oder an anderen, externen Faktoren, das ist die Frage. Wie wir wissen, beeinflussen eine Anzahl von Faktoren die Ladegeschwindigkeit. Den Seelöwen zum alleinigen Sündenbock zu machen ist einfach nicht objektiv, ist schlicht zu kurz gesprungen und damit unfair. Das ist, was Dompteur getan hat, und wogegen ich Einspruch erhoben habe.

    Als ehemaliger Unternehmensberater bin ich für 25 Jahre in einem täglich sehr eng getakteten Terminplan durch einen Grossteil der Deutschschweiz gegurkt. Ich weiss sehr gut, was es bedeutet beruflich unterwegs zu sein. Hätte ich dannzumal einen Seelöwen gehabt, hätte das wohl kaum einen Unterschied gemacht. Die allermeisten Tagestermine sind ja eher Kurzstrecke und mit der Reichweite des Seelöwen ohne Laden machbar. Du lädst über Nacht und am Arbeitsplatz. Da spielt die Ladegeschwindigkeit eine untergeordnete Rolle und hat damit mit Dompteurs Beanstandung nichts zu tun. Und was die Langstrecke angeht, und die hat Dompteur ja explizit erwähnt, kann ich aus Erfahrung nur sagen: Wenn Du als Geschäftsmann für eine längere Distanz nicht genug Reisezeit planst, inklusive Zeitkontingente für Staus und sonstige Unvorhersehbarkeiten, dann bist Du nicht professionell, dann biste selbst schuld, wenn Du zu spät kommst. Und das gilt für die Fortbewegung im Verbrenner genau gleich wie für EVs. Punkt! Ausserdem meine ich, dass wenn Du Deinen beruflichen Alltag derart verplant hast, dass für die Langstrecke keine 20-30 Minuten Ladezeit mehr Platz haben, dann machst Du etwas falsch. Dann brauchst Du Hilfe. Und dann solltest Du weder EV noch Verbrenner fahren, sondern mit dem ÖV - in der Hoffnung dass der dann pünktlich ist.

    Und nun zu Deiner Bemerkung, dass meine Ausführungen nur für "Bummler" und nicht für berufstätige gilt: Dem Schnelllader, und dem Auto, ist es wurscht, ob Du relaxed bist oder in Eile, unter Stress, ob Du im Urlaub oder beruflich unterwegs bist. Die Technik lädt, wie sie es kann, unabhängig von Deinen persönlichen Umständen. Es bleibt überdies eine Tatsache, dass unter den meisten Umständen drei mal kürzer laden schlicht schneller ist als zwei mal lang, egal ob Du im Urlaub oder im Berufsstress bist. Du magst es je nach der Situation subjektiv und emotional unterschiedlich empfinden, aber an den Fakten ändert das nichts!

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und wieder als Schönredner betitelt werde: Mein Seelöwe lädt sehr schnell, wenn man ihn lässt, und ich denke, das gilt für die meisten der Forum-Mitglieder hier. Wenn es mal langsamer geht, dann hat das möglicherweise Gründe, die nichts mit dem Seelöwen zu tun haben, oder zumindest keinen Mangel darstellen. Kritik am Seelöwen und/oder der Organisation dahinter gibt es zuhauf, aber die Ladegeschwindigkeit gehört m.E. nicht dazu. Allzeit gute Fahrt.

    Danke, eine sehr gute Zusammenfassung. Jetzt freue ich mich noch mehr auf meinen Sealion 7.

    Was hast du für eine Ladekarte die du in der Schweiz nützt? Ich werde vermutlich meist mit meine PV zuhause laden. Wahrscheinlich wird es das eine oder andere Mal ja doch ein Pipi und Espresso Stop auf der A1 geben 😃

    Ich benutze hauptsächlich die Ionity App, die mir auch bei der Routenplanung sehr behilflich ist. Ionity hat sehr vernünftige Preise. Zusätzlich habe ich seit kurzem die Mobility+ App von EnBW, die auch mit akzeptablen Abo- und kWh-Preisen unterwegs sind. Last, but not least, habe ich mit auch noch die Tesla-App geladen und registriert, für den Fall, dass... Der Fall ist allerdings noch nie eingetreten. Und in der Schweiz habe ich auch noch nie an einem Schnelllader laden müssen, da ich zuhause an der Wallbox hänge und die Reichweite des Seelöwen doch ganz beachtlich ist.

    Heute bei Dauerregen Auto für drei Stunden draussen Parkiert. Eingestiegen und die Scheiben sind sofort angelaufen. Auf F-Defrost gedrückt und in wenigen Sekunden waren die Scheiben klar. Klima ist bei mir immer auf Comfort, die ECO Einstellungen ist nicht geeignet für Entfeuchten.

    Ditto. Kann ich nur bestätigen. Bei "Defrost" ist die Scheibe in Sekunden wieder klar.

    Freunde, ich möchte an dieser Stelle einmal etwas zu all jenen mit Reichweitenangst und Ladestress sagen, zu jenen, die sich auf die 10-80 Regel versteift haben, als wäre es eine Passage aus der Bibel, oder gar das Wort Gottes himself, und zu all jenen, die enttäuscht sind, wenn ihr Auto nicht mit der Geschwindigkeit lädt, die der Hersteller angibt: Verkürzt gesagt: Vergesst es, das ist alles gar nicht notwendig!

    Meine Frau und ich, wir haben einen Zweitwohnsitz in Südfrankreich und pendeln deshalb regelmässig zwischen der Schweiz und der Provence hin und her. Die Reise ist ungefähr 700 km pro Weg. Als EV-Neulinge hatten wir bei den ersten Fahrten ganz schön Stress. Wie weit kommen wir mit einer Ladung? Bis wieweit wollen wir die Batterie herunterfahren? Stimmen die Angaben des Herstellers punkto Verbrauch und Reichweite überhaupt? Finden wir einen geeigneten Ladeplatz, und hat es dann dort auch einen freien Platz, oder müssen wir warten? Verlängert sich unsere Reise nicht bis ins Unerträgliche? Die erste Reise war etwas chaotisch, weil nicht gut geplant und vorbereitet. Ausserdem hatten wir Anfängerschwierigkeiten mit den Ladesäulen. Freundliche Ladesäulennachbarn halfen uns jeweilen aus der Patsche. Es wurde eine sehr, sehr lange Reise. Beim zweiten Mal hatten wir die Planung deutlich besser im Griff, insbesondere weil wir auch vertrauter im Umgang mit der Ionity Routenplanung wurden. Mittlerweile haben wir uns eine feste Ladestrategie für die jeweilige Route, nord- oder südwärts, zurechtgelegt. Dabei orientieren wir uns nicht daran, wie weit wir möglichst kommen können, bevor wir wieder laden, und dann "volltanken", damit wir wieder möglichst weit kommen. Nein, wir haben geschaut, welcher Ionity Schnelllader günstig liegt, damit wir so - sagen wir - mit ca. 25-30 % Restkapazität dort ankommen, um dann dort möglichst rasch auf 80-85 % zu laden. Das wiederholt sich für den zweiten Ladepunkt, und danach kommen wir direkt ans Ziel. Bei der letzten Reise haben wir dreimal geladen; die zwei "Hauptladungen" etwas kürzer als gewohnt, und die Dritte ganz kurz, nur zur Sicherheit. Wir kamen noch mit 27% Restkapazität zuhause an.

    So wie ich als junger Bub geschaut habe, wie ich mit möglichst wenig Aufwand, von Stein zu Stein hüpfend, über einen Bergbach gelangte, so geht das mit dem Laden des Seelöwen. Ich habe gelernt, dass mehrere Male kürzer Laden insgesamt schneller ist, als wenige Male lang, weil die Ladegeschwindigkeit mit zunehmendem "Füllstand" immer mehr abnimmt, und sich so das volltanken unnötig und disproportional in die Länge zieht.

    Wenn Du 700 km fährst, musst Du irgendwann mal was essen, und irgendwann musst Du wohl auch mal für kleine Jungs. Ausserdem solltest Du Dir eh nach ein paar Stunden eine Pause gönnen. Bis Du Deinen Hamburger und Pommes gegessen hast, ist die erste grosse Ladung schon geschafft. Und bei Pipi und einem Kaffee schon die zweite. Beim oben erwähnten dritten Halt hatte ich gerade mal Zeit, kurz auf die Toilette zu gehen und ein Coke zu kaufen, und der Seelöwe war bereit zur Weiterfahrt.

    Ich bin, das muss ich sagen, überrascht wie schnell und leicht unsere Ladesorgen verflogen sind, wie angenehm "leicht" das Reisen mit unserem Seelöwen ist. Mittlerweile sind wir recht entspannt, und die Ladestopps empfinden wir nicht als lästig oder unnötig lang. Ladegeschwindigkeit? Spannend, zuzuschauen, aber gewiss keine Quelle des Ärgers. Vor dem Seelöwen konnten wir mit unserem BMW X3 3.0d dieselbe Strecke ohne zu Tanken bewältigen. Aber für ein Sandwich, und / oder für eine Pipipause haben wir dennoch auch dann angehalten. Also benötigen wir vergleichsweise unerheblich, unmerklich mehr Zeit, um uns in unserem EV fortzubewegen.

    Wir haben uns mittlerweile unsere Steine gut ausgesucht, um leichtmöglichst über den Bach zu kommen, und die benutzen wir immer wieder. Mit Hilfe einer guten und geschickten Routenplanung, z.B. in der Ionity App, kann sich jeder diese Strategie aneignen und auf der Langstrecke relativ entspannt reisen. Vergiss die zwanghafte Fixation auf 10-80%, vergiss die Sorgen um lange Ladezeiten. Und geniesse die entspannte Reise in Deinem Seelöwen.

    Übrigens: Verglichen mit den Treibstoffkosten für meinen BMW X3 fahre ich mit dem Seelöwen dieselbe Strecke um ein Drittel günstiger. In der Schweiz, auf der Kurzstrecke, wenn ich an der heimischen Wallbox lade, sinken die Treibstoffkosten auf ca. die Hälfte, und in Südfrankreich, mit Solar- und lokalem Strom, auf unter einen Drittel. Hat irgend jemand noch ein stichhaltiges Argument, einen Verbrenner zu kaufen? Allzeit gute Fahrt!

    Ich bedaure, dass Du derart schlechte Erfahrungen gemacht hast, bzw. machst, dass es Dir die gute Laune verdirbt. Ich fahre regelmässig Langstrecke, jeweilen ca 700 km am Stück und kann Deine Erfahrungen absolut nicht nachvollziehen. Gerade vorgestern kamen wir aus Südfrankreich zurück, und ich habe meinen Excellence zweimal an einem Ionity-Schnelllader geladen, einmal mit (anfänglich) 221 kWh, das andere Mal mit 185.7. Die erste Ladung kam ziemlich nahe an das Maximum heran, das der Seelöwe aufnehmen kann; das zweite Mal war er zwar ganze 50 kWh unter Max, aber immer noch verdammt schnell. Nun, ich könnte jetzt motzen, dass 50 kWh unter Max einfach unakzeptabel ist, und dass BYD uns bescheisst, aber erstens bringt das nichts, und zweitens gibt es mindestens eine Handvoll gute Gründe, warum die Ladegeschwindigkeit unter dem Maximum liegt, und keine davon hat mit dem Seelöwen zu tun, bzw. stellt einen Mangel am Fahrzeug dar.

    Dein Seelöwe liegt Dir offensichtlich schwer auf dem Magen, und das ist ungesund. Deshalb neige ich dazu, mich Zweinullzeis Empfehlung anzuschliessen, das Auto zu verkaufen oder zurückzugeben. Ob der Neue dann, bei ähnlichem Preis-/Leistungsverhältnissen, Deinen Erwartungen gerecht werden kann, bleibt offen. Solltest Du Dich jedoch für einen Excellence Seelöwen entscheiden, so kann ich Dir versichern, zumindest Dein Ladefrust wird ein Ende haben. Denn der "grosse" Seelöwe ist - darauf gebe ich Dir mein Wort - ein ausgezeichnetes Langstreckenfahrzeug. Und sehr komfortabel obendrauf. Allzeit gute Fahrt.

    Freunde, hier ein Update zu meinem Post vom 23.10. bezüglich des Rückrufs. Ich habe mit dem Serviceberater meines Händlers darüber korrespondiert, und er hat mir wie folgt geantwortet:

    Zitat

    • Zum einen handelt es sich nicht um einen Recall (also Rückrufaktion) sondern um eine KDM (Kundendienstmaßnahme), der Unterschied liegt in der Dringlichkeit der Aktion.
    • Eine Rückrufaktion bezieht sich auf Sicherheitsrelevante Arbeiten wo der Kunde (in Deutschland vom Kraftfahrbundesamt) informiert wird.
    • Eine Kundendienstmaßnahme betrifft keine sicherheitsrelevanten Arbeiten, und kann z.B. beim nächsten Service mitgemacht werden.
    • Im Falle Ihres Fahrzeugs umfasst die KDM ein Softwareupdate für die DC-Ladeperformance seit April 2025. Ich habe die KDM tatsächlich nicht bemerkt und entschuldige mich dafür, da ist mir der Fehler unterlaufen.

    Ende Zitat


    Die KDM wird nächste Woche erledigt. Vielleicht fragt Ihr mal Euren Händler, ob für Euer Fahrzeug auch so eine KDM vorliegt. Wäre im Sinne der Transparenz schön, wenn Ihr dann das Resultat Eurer Anfrage hier posten würdet. Allzeit gute Fahrt!