Hallo Tomcat!
Stimme deinem Beitrag ebenfalls zu, hier ist viel wahres dran.
Hätte mir als eigentlicher Benzinbruder niemals gedacht, dass mir die Ladethematik so leicht fallen würde und ich das elektrische Fahren sogar richtig lieb gewinnen kann.
(So wie ich das lese, freut es den Schachtelwirt bei Dir auch xD)
ABER das gilt leider nur für Urlaubs- bzw. „stressfreie“- Fahrten.
Man muss den Dompteur schon auch ein Stück weit verstehen.
Einige von uns nutzen den Löwen ja beruflich und wenn der Terminkalender dicht ist und alles zeitlich genau durchgeplant, dann kann man sich einfach keine zusätzlichen 20–30 Minuten fürs Laden leisten. Es ist nicht jedem möglich dies dann zum durchschnaufen zu nutzen, denn der Termindruck bleibt.
Deshalb wäre es wirklich wünschenswert wenn die Werte halbwegs erreicht werden würden. 
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Hallo PhtEven!
Natürlich ist es wünschenswert, dass die Ladewerte erreicht werden können, das steht ausser Frage. Aber wenn sie nicht erreicht werden, liegt das am Fahrzeug oder an anderen, externen Faktoren, das ist die Frage. Wie wir wissen, beeinflussen eine Anzahl von Faktoren die Ladegeschwindigkeit. Den Seelöwen zum alleinigen Sündenbock zu machen ist einfach nicht objektiv, ist schlicht zu kurz gesprungen und damit unfair. Das ist, was Dompteur getan hat, und wogegen ich Einspruch erhoben habe.
Als ehemaliger Unternehmensberater bin ich für 25 Jahre in einem täglich sehr eng getakteten Terminplan durch einen Grossteil der Deutschschweiz gegurkt. Ich weiss sehr gut, was es bedeutet beruflich unterwegs zu sein. Hätte ich dannzumal einen Seelöwen gehabt, hätte das wohl kaum einen Unterschied gemacht. Die allermeisten Tagestermine sind ja eher Kurzstrecke und mit der Reichweite des Seelöwen ohne Laden machbar. Du lädst über Nacht und am Arbeitsplatz. Da spielt die Ladegeschwindigkeit eine untergeordnete Rolle und hat damit mit Dompteurs Beanstandung nichts zu tun. Und was die Langstrecke angeht, und die hat Dompteur ja explizit erwähnt, kann ich aus Erfahrung nur sagen: Wenn Du als Geschäftsmann für eine längere Distanz nicht genug Reisezeit planst, inklusive Zeitkontingente für Staus und sonstige Unvorhersehbarkeiten, dann bist Du nicht professionell, dann biste selbst schuld, wenn Du zu spät kommst. Und das gilt für die Fortbewegung im Verbrenner genau gleich wie für EVs. Punkt! Ausserdem meine ich, dass wenn Du Deinen beruflichen Alltag derart verplant hast, dass für die Langstrecke keine 20-30 Minuten Ladezeit mehr Platz haben, dann machst Du etwas falsch. Dann brauchst Du Hilfe. Und dann solltest Du weder EV noch Verbrenner fahren, sondern mit dem ÖV - in der Hoffnung dass der dann pünktlich ist.
Und nun zu Deiner Bemerkung, dass meine Ausführungen nur für "Bummler" und nicht für berufstätige gilt: Dem Schnelllader, und dem Auto, ist es wurscht, ob Du relaxed bist oder in Eile, unter Stress, ob Du im Urlaub oder beruflich unterwegs bist. Die Technik lädt, wie sie es kann, unabhängig von Deinen persönlichen Umständen. Es bleibt überdies eine Tatsache, dass unter den meisten Umständen drei mal kürzer laden schlicht schneller ist als zwei mal lang, egal ob Du im Urlaub oder im Berufsstress bist. Du magst es je nach der Situation subjektiv und emotional unterschiedlich empfinden, aber an den Fakten ändert das nichts!
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und wieder als Schönredner betitelt werde: Mein Seelöwe lädt sehr schnell, wenn man ihn lässt, und ich denke, das gilt für die meisten der Forum-Mitglieder hier. Wenn es mal langsamer geht, dann hat das möglicherweise Gründe, die nichts mit dem Seelöwen zu tun haben, oder zumindest keinen Mangel darstellen. Kritik am Seelöwen und/oder der Organisation dahinter gibt es zuhauf, aber die Ladegeschwindigkeit gehört m.E. nicht dazu. Allzeit gute Fahrt.