Sealion7 - Ladegeschwindigkeiten - Erfahrungen AC/DC Laden

  • Also wieder mal typisch, stelle ich zuerst mal den Test in Frage. Diese Tabelle, die Skipper gepostet hat, steht völlig bezugsfrei im leeren Raum. Was wollte der Autor der Statistik mitteilen, was sagt die Statistik aus? @Skipper: Kannst Du mal den Link zum kompletten Artikel hier posten, damit man versteht, um was es hier wirklich geht? Danke!

    Wenn Kris Recht mit seiner Aussage hat, dass dies die Verbrauchsstatistik eines norwegischen Youtubers ist, dann gibt es dazu folgendes zu sagen:

    1) Youtuber sind oft selbsternannte Experten, ohne tatsächlich solche zu sein

    2) Ob der "Testaufbau" immer derselbe war, ist Spekulation und darf, angesichts dessen, dass die Tests über einen Zeitraum von mehreren Jahren (!) und unterschiedlichen Bedingungen stattfanden, angezweifelt werden

    3) Wenn ich die Tabelle richtig lese, hätte der Seelöwe (tatsächlich ein Design) im Test einen Verbrauch von 13 kWh/100 km. Das wäre geradezu phänomenal, ja sensationell. Dazu fehlt mir der Glaube

    4) Wenn der angegebene Verbrauch tatsächlich 13 kWh / 100 km gewesen wäre, dann wäre die tatsächliche Reichweite bei einem Gesamtverbrauch von 80,3 kWh 618 km, und nicht 644, wie in der Statistik angeführt. Zumindest gemäss meinem Rechner


    Das Ganze riecht ein wenig komisch. Ich traue dem nicht so ganz. Da halte ich mich lieber an die Tests, die der ÖAMTC veröffentlicht hat.


    Und nun zu tom2104: Du hast mich mit Deinen Aussagen komplett verloren! Habe ich Dich da richtig verstanden: Du verbrauchst mit Deinem Seelöwen 30 kWh (ich nehme an pro 100 km), und das ist etwa das dreifache des Verbrauchs eines Verbrenners? Erkläre uns das doch bitte ausführlich, insbesondere auch Deinen Vergleich am Ende Deines Beitrags. Was bedeuten die 3.3 Liter Benzin und 3.06 Liter Diesel? Im Verhältnis zu was?

    Ich glaube nicht, dass Du sagen wolltest, ein Auto vergleichbarer Stärke verbraucht pro 100 km 3.3 Liter Benzin oder 3.06 Liter Diesel, oder?

  • Ich möchte Dir ja nicht die "Verbrenner./. eAuto Stimmung" verderben, die Realität sieht doch aber eher so aus:


    100km Verbrenner -> 9,0Ltr. x 1,73€* = 15,57€ (*aktueller durchschn. Tagepreis heute)

    100km eAuto -> 30kW/h x 0,65€* = 19,50€ (*Preis gemittelt)


    Bitte nicht einfach Benzin in kW/h umrechnenen und dann mit dem Ergebnis einen direkten Vergleich zu einem eAuto darstellen.

    Dazwischen liegt immer ein Wirkungsgrad und der ist beim eMotor gegenüber einem Verbrenner immer mindestens doppelt so gut.

    Für einen Vergleich, so wie Du ihn beschreibst, zählen im Grunde nur die tatsächlichen Energie-Kosten für 100km Fahrt.

    Meine Feststellung dazu: Der Strom an der HPC Ladesäule ist einfach noch zu teuer!


    Stimmt doch so, oder? Zumindest wenn man den Vergleich nicht an der Stelle beendet an den er einem noch so gut gefällt... :thumbup: ;)

  • Ich habe jetzt einmal den Chat GPT gefragt, nach Verbrauch eines BMW 850i x Drive, der hat in etwa die gleichen Leistungsdaten:


    Für einen BMW 850i xDrive (Modelljahr 2023) – also den 8er-BMW mit V8-Benzinmotor und Allradantrieb – liegen die Benzinverbrauchswerte im WLTP-Standard (realitätsnäher als alte Normen) etwa bei folgenden Größenordnungen: �

    Le Guide de l'auto +1

    📊 Verbrauch (Benzin) – 2023 BMW M850i xDrive

    🔹 Kombiniert: ca. 12,2 Liter / 100 km

    🔹 Stadt: ca. 14,1 L/100 km

    🔹 Autobahn / Überland: ca. 9,9 L/100 km

    ➡️ Diese Werte gelten für die Gran Coupé- und Coupé-Varianten – bei Cabriolet ähnlich. �

    Le Guide de l'auto +1

    🛣️ Was bedeutet das in der Praxis?

    Mit voller 68-Liter-Tankfüllung kommst du je nach Fahrweise grob zwischen 450–560 km weit. �



    Wenn ich jetzt bei meinem Sealion bzw den Preis der Ladestation die ich nutze nehme 0.28sFr, da bin ich weit aus noch günstiger unterwegs als der BMW. Auch wenn man einen Verbrauch von 30kw hat.

  • Sach ich doch, der Preis macht die Musik beim Vergleichen... bei 0,28€/kW/h macht es natürlich deutlich mehr Spaß und beim PV laden dann noch viel mehr.

  • Ja, das kommt doch immer auf die jeweilige Realität des Einzelnen an, nicht wahr, und Schlüsse von einem auf den anderen sind, sagen wir, etwas gewagt.


    Meine Realität sieht schlichtweg ganz anders aus, getestet und geprüft in mittlerweile beinahe 20'000 Km und X Fahrten von jeweils rund 700 Km am Stück, praktisch alles Autobahn, zwischen unserem Domizil in der Schweiz und unserem Zweitwohnsitz in Südfrankreich.

    Mein BMW X3 3.0d hatte einen Durchschnittsverbrauch von rund 10 L/100 bei meinem "vernünftig dynamischen" Fahrstil. Nehmen wir einen durchschnittlichen Preis von 1.65 / Liter, sind das 16.50 Euro pro 100 km, oder 115.50 für die ganze Strecke von 700 km. Wie ich an anderer Stelle bereits vorgerechnet habe, kostet mich dieselbe Strecke mit einem Mix aus Eigenstrom (Wallbox) plus DC-Laden unterwegs (Ionity @.49 ct/kWh) ca ein Drittel weniger, als der Diesel. Lade ich für 700 km Strom nur an meiner Wallbox in der Schweiz, sind es rund die Hälfte der Kosten des BMWs, und nur an meiner Wallbox in Südfrankreich noch maximal ein Drittel.


    Gerade habe ich nochmals nachgeschaut: Ich habe nun 19554 km auf meinem Seelöwen, mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 22.4 kWh/100 km, mehrheitlich auf Autobahnen gefahren. Das ist meine Realität.


    Fazit: Realitäten können sehr unterschiedlich sein, und die Realität des Einen lässt sich selten verallgemeinern.


    Aber jetzt mal grundsätzlich:

    Leute, ich verstehe es einfach nicht. Jetzt haben wir das Thema schon ganze 57 Seiten und über 560 Beiträge lang totgetrampelt, toter geht gar nicht. Und doch sind wir anscheinend immer noch nicht am Ende der Diskussion. Immer wieder kommt jemand mit einer Behauptung daher, die schon X-mal durchgekaut, verdaut und abgelegt wurde. Haben wir wirklich nichts Gescheiteres zu tun, als diesen toten Gaul zu reiten? Ist es uns derart langweilig geworden, dass wir alten Kohl immer wieder aufwärmen müssen? Können wir uns nicht auf einen Konsens einigen, dass unser Seelöwe für die Allermeisten von uns grundsätzlich eine für den Tagesgebrauch, d.h. Kurzstrecke, gute Reichweite, und für die Langstrecke eine akzeptable bis gute Reichweite hat? Können wir uns nicht darauf einigen, dass die Reichweite für überwiegend Kurzstrecken-Fahrende gar kein Thema und damit eine Diskussion derselben für diese Leute völlig überflüssig und theoretisch ist? Können wir uns nicht im Grundsatz darauf einigen, dass der Seelöwe für die meisten von uns auf der Langstrecke, mit DC-Laden, eine akzeptable Ladegeschwindigkeit erreicht? Und können wir uns, vor allem, nicht darauf einigen, dass die Betriebskosten unseres Seelöwen in den allermeisten Umständen deutlich niedriger sind, als für einen vergleichbaren Verbrenner, und dass die Ausnahmen dazu wahrscheinlich im einstelligen Prozentbereich liegen? Da wären wir doch schon einen schönen Schritt weiter und könnten uns neuen Themen zuwenden, die einen echten Mehrwert für dieses Forum bringen. Allzeit gute Fahrt.

  • Sorry Freunde, das ging anscheinend total daneben.

    Ich habe diese Tabelle auf Facebook in einer Sealion Gruppe gesehen, die ähnlich Diskussionen wie wir haben.

    Wichtig war mir nur, dass auch durchaus vernünftige Verbrauchswerte möglich sind.

    Und mein Durchschnitt ist dem von TomCat sehr ähnlich.

    Also: Wir haben uns für ein super Auto entschieden.

    PUNKT

  • Wenn ich jetzt bei meinem Sealion bzw den Preis der Ladestation die ich nutze nehme 0.28sFr, da bin ich weit aus noch günstiger unterwegs als der BMW. Auch wenn man einen Verbrauch von 30kw hat.

    .... wobei der Vergleich mit einem 8-er BMW schon etwas hinkt, lieber Zweinullzwei! :) Wir lieben unseren Seelöwen, aber einen Achter wird er nie werden. Ausserdem halte ich einen Vergleich von PS-Zahlen als nicht realitätsnah. ABER: Egal, wen Du zum Vergleich herbeiziehst, im Grundsatz hast Du natürlich Recht mit Deiner Nachricht: Der Seelöwe ist in >90% der Fälle deutlich wirtschaftlicher als ein vergleichbarer Verbrenner. Drum halte ich die Diskussion über den Verbrauch als sehr überbewertet und künstlich. Hauptsache ist doch, wir sparen deutlich Betriebskosten und fahren erst noch CO2-frei.

    Du hast sogar noch einen etwas günstigeren Preis /kWh als ich. Ich lade zu CHF 0.32 und 0.33 / kWh in der Schweiz, und zu 0.19 und 0.22 Euro ct (Nieder- und Hochtarif) in Südfrankreich, und wenn dort die Sonne scheint, für gaanz wenig Geld! :)

  • Du verbrauchst mit Deinem Seelöwen 30 kWh (ich nehme an pro 100 km), und das ist etwa das dreifache des Verbrauchs eines Verbrenners? Erkläre uns das doch bitte ausführlich, insbesondere auch Deinen Vergleich am Ende Deines Beitrags. Was bedeuten die 3.3 Liter Benzin und 3.06 Liter Diesel? Im Verhältnis zu was?

    Ist gar nicht so schwer 😉

    Wenn man einen Verbrauch von z.B. 15l Benzin bei einem vergleichbaren Verbrenner zugrunde legt, entspricht das ungefähr 133 kWh.

    Also wie von mir geschrieben, das 4fache meines Verbrauchs.


    Mal eine Zusammenfassung von Gemini:


    Wenn ein Elektroauto 30 kWh auf 100 km verbraucht, ist das für ein E-Auto ein sehr hoher Wert (entspricht etwa einem großen Elektro-SUV bei Autobahntempo oder im Winterbetrieb).

    Dennoch ist der energetische Vorteil gegenüber dem Benziner (15 Liter) immer noch massiv:

    Der direkte Vergleich (pro 100 km):

    * Benziner (15 Liter): ca. 133,5 kWh Energiegehalt.

    * E-Auto (30 kWh): genau 30,0 kWh Energiebedarf.

    Das Ergebnis:

    Selbst dieses sehr "durstige" Elektroauto benötigt immer noch weniger als ein Viertel (ca. 22 %) der Energie, die der Benziner verbraucht.

    Anders ausgedrückt:

    * Der Benziner verbraucht energetisch gesehen umgerechnet das Äquivalent von über 13 Litern Benzin, die einfach nur in Hitze verpuffen.

    * Das E-Auto nutzt die Energie so effizient, dass es trotz des hohen Verbrauchs von 30 kWh umgerechnet nur so viel Energie benötigt, als würde der Benziner mit nur ca. 3,4 Litern auf 100 km fahren.

    Fazit: Ein E-Auto mit 30 kWh Verbrauch ist im Vergleich zu anderen E-Autos ineffizient, aber im Vergleich zu einem 15-Liter-Benziner immer noch ein "Energiesparwunder".

  • Ist gar nicht so schwer 😉

    Wenn man einen Verbrauch von z.B. 15l Benzin bei einem vergleichbaren Verbrenner zugrunde legt, entspricht das ungefähr 133 kWh.

    Also wie von mir geschrieben, das 4fache meines Verbrauchs.

    Wenn Du's mir lange genug erklärst, begreife ich es schnell! :) Meistens, zumindest. Ich verstehe nichts von dem, was Du da propagierst, erahne jedoch, dass Du, wie EVFun im Beitrag 562 erwähnt, Benzin in kWh umrechnest und diese mit den kWh des EVs vergleichst. Diese Diskussion halte ich für rein theoretisch und rein technischer Natur - ein Spässchen für Ingenieure. Was für Otto Normalverbraucher zählt, ist wie es im Portmonnaie ankommt. Und da ist der Verbrenner diskussionslos der Verlierer.