Dem ADAC vertraue ich nicht ganz, sorry. Aber 35kwh... wenn ich normal 120 im Winter fahre, komme ich auf 24...
Deutsche Autos werden da gepusht..
Eigentlich würde ich dem ADAC ja noch einigermassen trauen. Der gepostete Ausschnitt ist jedoch komplett aus dem Kontext gerissen. Sorry, Leute, aber "Autobahngeschwindigkeiten" ist nun mal keine wissenschaftlich anerkannte Masseinheit. Was bedeutet für den ADAC "Autobahngeschwindigkeiten" genau? 130, 150, 180 oder 200 km/h? Wenn ich die Schweizer sehe, die zwischen Singen und Stuttgart die Sau von der Kette lassen, und wenn ich zusehe, wie die Deutschen mit ihren dicken, PS-starken Oberklassefahrzeugen über die Autobahn preschen, dann sind bei diesen Autobahngeschwindigkeiten 35 kWh durchaus plausibel. Und der Verbrauch von Diesel oder Benzin analog hoch.
Ich selbst habe mir das Rasen abgewöhnt. Selten komme ich in Deutschland über 140, mal 150 vielleicht. In Frankreich und der Schweiz bist Du gut beraten näher an den Höchstgeschwindigkeiten zu bleiben, sonst wird das ein teures Leben. In Italien sind's 10 - 20 km/h über Tempolimit. In Österreich wird das sehr schnell Fahren, glaube ich, auch recht teuer. Nur in Deutschland darf man noch rasen. Bei allen anderen Ländern ist die Vernunft schon eingekehrt. Also hält sich mein Verbrauch einigermassen in vernünftigen Grenzen.
So wie bei Zweinullzwei und Skipper ist auch mir der Verbrauch eigentlich egal. Vom wirtschaftlichen Standpunkt gesehen sind unsere BEV, egal bei welcher Fahrweise, immer DEUTLICH WIRTSCHAFTLICHER als jeder vergleichbare Verbrenner. Punkt. Diese Tatsache dürfen wir einfach nie aus den Augen verlieren.Und dabei ist es völlig gleichgültig, ob Du zuhause lädtst, oder auswärts; zuhause ist es einfach nochmal billiger. Auf gut Deutsch heisst das: Spare Geld, fahre elektrisch!
Hansdampf hat da sicherlich recht; seine Erfahrung deckt sich mit meiner. Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, und erinnere nochmals daran: Ich habe bei rund 17'500 gefahrenen Kilometern, davon mindestens die Hälfte, wenn nicht zwei Drittel, Autobahn, einen Durchschnittsverbrauch von 22 kWh pro 100 Km. An meiner Wallbox in der Schweiz entspricht das rund CHF 7.00, an meiner Wallbox in Frankreich so zwischen 3.50 und MAXIMAL 4.80 Euro, und auf der Langstrecke, DC-laden, 10.80 Euro. Das habe ich mit meinem BMW X3 3.0 d Turbo niemals geschafft.
Die Diskussion über den Verbrauch von BEV ist meines Erachtens einmal mehr eine künstlich aufgebauschte. Klar müssen die Automobilclubs etwas zu testen und berichten haben, sonst verlieren sie ja zunehmend ihre Daseinsberechtigung. Dasselbe gilt auch für sonstige Publikationen. Wir jedoch, als aktive Nutzer der Elektromobilität, sollten zusehen, dass wir diese Diskussion nicht zusätzlich mit Jammern und Wehklagen befeuern, sondern viel mehr die Fakten aus dem praktischen Alltag im grösseren Kontext der Elektromobilität sehen und darstellen.
Der rasche Umstieg des privaten Verkehrs auf Elektrofahrzeuge ist ABSOLUT ZWINGEND UND DRINGEND. Wir, d.h. die ganze Menschheit, haben die von den Klimawisschenschaftlern als kritisch betrachtete 1.5 Grad-Grenze bereits undwiederbringlich überschritten. Es ist deshalb allerhöchste Zeit, dass die Menschheit endlich den Finger aus dem Hintern nimmt, und dass wir aufhören, uns mit uns und unseren egoistischen Nichtigkeiten zu beschäftigen, statt dieser Klimakrise konstruktiv, proaktiv und entschieden entgegenzutreten. Wir, als EV-Besitzer und Vorreiter, sollten uns darauf konzentrieren, wie wir zur Beschleunigung des Umstiegs auf die Elektromobilität beitragen können. Dabei sind Diskussionen über so Nebensächlichkeiten wie ein paar kWh mehr oder weniger pro 100 km absolut nicht hilfreich und zielführend. Allzeit gute Fahrt.