Naja, leider ziemlich ernüchternd, was ich bislang herausfinden konnte.
1. Niedervolt-Batterie:
Ja, die 12-V-Batterie sitzt unter dem Fahrersitz. Um überhaupt an sie heranzukommen, muss der Sitz jedoch ausgebaut werden – inklusive Abklemmen der Elektrik. Das ist definitiv nichts, was man im Notfall „mal eben“ machen kann.
2. Zugang zu den Polen:
Hebt man die Abdeckung über der Batterie an, ist nur der Minuspol sichtbar.
Der Pluspol sitzt weiter Richtung Rücksitzbank und ist ohne weitere Demontage nicht erreichbar.
Laut Label handelt es sich übrigens um eine Lithium-Ionen-Niedervolt-Batterie.
3. Starthilfe laut Handbuch:
Das Handbuch (Seite 103) verweist auf eine Starthilfe über den Sicherungskasten unter der vorderen Haube (under-hood PDB). Genau hier endet allerdings die Praxis:
Einen solchen, für den Nutzer zugänglichen Sicherungskasten gibt es dort nicht.
Im gesamten Bereich unter der vorderen Haube habe ich lediglich zwei Kunststoffnieten gefunden (links und rechts direkt vor der Windschutzscheibe).
Diese habe ich entfernt und die Abdeckung vorsichtig angehoben – darunter befindet sich ausschließlich der Lüftungskanal, keinerlei Elektrik oder PDB.
Also alles wieder zurückgebaut.
4. Letzte theoretische Option:
Die einzige verbleibende Möglichkeit wäre der Frunk selbst.
Dieser ist unten mit zwei Schrauben befestigt. Eventuell (mit viel Hoffnung und Glück) könnte man nach dem vollständigen Ausbau des Frunks an elektrische Komponenten gelangen – gesichert ist das aber nicht.
Fazit:
Im Notfall kommt man nicht schnell und nicht werkzeuglos an geeignete Klemmen, um Starthilfe zu geben.
Zusätzlich ist zu beachten, dass es sich um eine Lithium-Ionen-Niedervolt-Batterie handelt – klassisches Überbrücken ist hier ohnehin mit Vorsicht zu genießen.
Unterm Strich: Die im Handbuch beschriebene Lösung ist für den normalen Nutzer praktisch nicht umsetzbar.